Ist der Schmutz wirklich trocken?
PASSTStaub, Haare, Flusen, Sand und Krümel können aufgenommen werden.
STOPP / NEU WÄHLENFeuchte, Flüssigkeit oder klebrige Stoffe verlangen ein anderes freigegebenes Gerät oder Verfahren.
EINZELKAPITEL · REINIGUNGSTECHNIK 01.3
Nicht die Wattzahl reinigt den Boden. Das Ergebnis entsteht aus passendem Sauger, freiem Luftweg, richtiger Filterung, geeigneter Düse und einer ruhigen Arbeitsführung.

Die Kombidüse steht auf einem textilen Belag. Hier gehören die normalen starren Borsten in die Düse. Der Fußschalter stellt nur den Abstand zum Boden um – aus der Kombidüse wird dadurch noch kein Bürstsauger mit angetriebener Walze.
VOR DEM EINSCHALTEN
Trockensaugen passt zu trockener, loser oder schwach haftender Verschmutzung. Ob ein normaler Objekt-Trockensauger genügt, entscheidet aber nicht das Aussehen des Staubes allein.
PASSTStaub, Haare, Flusen, Sand und Krümel können aufgenommen werden.
STOPP / NEU WÄHLENFeuchte, Flüssigkeit oder klebrige Stoffe verlangen ein anderes freigegebenes Gerät oder Verfahren.
PASSTÜblicher Hausstaub im Rahmen der Unterhaltsreinigung lässt sich mit einem passenden Trockensauger bearbeiten.
STOPP / NEU WÄHLENBei Bau-, Holz-, Quarz-, Metall-, Toner-, Schimmel- oder unbekanntem Staub zuerst die Gefährdung und Geräteeignung klären.
PASSTBodendüse, Bürstenstellung und gegebenenfalls Florhöhe sind auf Hartboden oder Textil eingestellt.
STOPP / NEU WÄHLENEine falsche Düse erhöht Schiebekraft, lässt Schmutz liegen oder kann empfindliche Oberflächen belasten.
PASSTBeutel, Behälter, Filter, Schlauch, Rohr, Dichtungen und Düse sind einsatzbereit.
STOPP / NEU WÄHLENBei Schaden, Verstopfung, voller Anzeige oder deutlich sinkender Aufnahmeleistung wird erst die Ursache behoben.
SECHS BAUARTEN UND AUFGABEN
Bauform und Energieversorgung sagen zuerst etwas über Handhabung und Einsatz aus. Gefahrstaubtauglichkeit, Filterung und Zubehör müssen separat nachgewiesen werden.
Der klassische kabelgebundene Objekt- und Bodensauger für trockene lose Verschmutzung.
Trockensauger ohne Netzkabel; Bauform als Boden-, Stiel- oder Kompaktgerät möglich.
Motor, Sammelsystem und Filter werden am Körper getragen; Schlauch und Düse bleiben beweglich.
Eine angetriebene Bürstwalze öffnet geeigneten Textilflor und löst Partikel vor der Absaugung.
Ein dafür gebautes Gerät kann je nach Konfiguration trockene Partikel oder geeignete Flüssigkeiten aufnehmen.
Ein Industriesauger nimmt abgelagerten Staub auf. Ein Entstauber kann Staub zusätzlich direkt an einer Maschine erfassen und überwacht den erforderlichen Volumenstrom.
VON DER DÜSE BIS ZUR ABLUFT
Kontakt zur Fläche
Transport ohne Knick
Hauptmenge abscheiden
Feinanteile zurückhalten
Luft kontrolliert ausgeben
Die genaue Reihenfolge der Filterstufen hängt von der Gerätebauart ab. Entscheidend ist: Die belastete Luft darf den vorgesehenen Weg nicht über einen falsch sitzenden Beutel, eine beschädigte Dichtung oder einen offenen Filter umgehen.
Nimmt den größten Schmutzanteil auf. Ein voller, ungeeigneter oder schlecht sitzender Beutel drosselt den Luftstrom und kann Staub am System vorbeiführen.
Schützen den Luftweg und den Motor vor feineren Partikeln. Bauform, Reihenfolge und zulässige Reinigung sind gerätespezifisch.
Begrenzt feine Partikel in der austretenden Luft. Er wirkt nur richtig, wenn er unbeschädigt, passend eingesetzt und das Gerätegehäuse dicht ist.
Sind keine Filter, entscheiden aber über das Ergebnis. Nebenluft und Undichtigkeiten können Aufnahme und Staubrückhaltung verschlechtern.
ZWEI SYSTEME, DIE OFT VERWECHSELT WERDEN
L, M und H ordnen den Sauger beziehungsweise Entstauber für gefährliche Stäube ein. E10 bis H14 beschreiben dagegen die Abscheideleistung eines einzelnen Schwebstofffilters. Gleiche Buchstaben machen daraus nicht dieselbe Prüfung.
Leichtere Staubgefährdung
Geräteklasse nur anhand der konkreten Staubbeurteilung auswählen.
Mittlere Staubgefährdung
Die DGUV nennt unter anderem Holzstaub und quarzhaltigen mineralischen Staub mit mindestens M.
Hohe Staubgefährdung
Für besonders gefährliche Stäube; Asbest verlangt H plus besondere Zusatzanforderungen und ein eigenes Verfahren.
≥ 85 %integraler Mindestabscheidegrad am MPPS
≥ 95 %integraler Mindestabscheidegrad am MPPS
≥ 99,5 %integraler Mindestabscheidegrad am MPPS
≥ 99,95 %integraler Mindestabscheidegrad am MPPS
≥ 99,995 %integraler Mindestabscheidegrad am MPPS
KOMBIDÜSE RICHTIG SCHALTEN
Auf geeigneten Hartböden läuft die Kombidüse auf dem abgesenkten Bürstenkranz. Sand und Haare werden zum Saugmund geführt, ohne dass die harte Düsenunterseite direkt über den Belag schiebt.
Fußschalter auf das Hartbodensymbol.Auf geeignetem Teppich werden die starren Borsten hochgestellt. Die Düse liegt näher an der Polschicht und lässt sich kontrolliert führen. Das ist weiterhin reines Saugen ohne angetriebene Bürstwalze.
Fußschalter auf das Teppichsymbol.Feste weiche Borsten und gleitfähige Ausführung für geeignete glatte, empfindlichere Hartböden.
Sand vorher sichtbar erfassen; Borsten und Laufrollen sauber halten.Rotierende Bürstwalze für geeignete textile Beläge; luft- oder motorgetrieben.
Florhöhe, Schlingen, Fransen und Faserfreigabe prüfen. Nicht blind auf jeden Teppich setzen.Schmale Ansaugzone für Kanten, Fugen und enge Zwischenräume.
Nicht als Flächendüse missbrauchen; harte Kante ohne Druck führen.Breitere kleine Düse, häufig mit Fadenhebern, für geeignete Polster und textile Möbelbereiche.
Material, lose Fäden, Knöpfe und empfindliche Bezüge vorher prüfen.Weicher Bürstenaufsatz für geeignete Möbel, Profile und unregelmäßige Oberflächen.
Empfindliche, lose oder kratzgefährdete Teile nur mit reduzierter Leistung und Probefläche.KOMPLETTER ARBEITSWEG
Reinigungsziel, Boden, Möblierung, Trockenheit und Staubart prüfen. Unbekannte oder gefährliche Belastung wird vor dem Einschalten geklärt.
Bauform, Geräteeignung, Sammelsystem, Staubklasse und Zubehör als Einheit auswählen – nicht nach Wattzahl oder Werbeetikett.
Stecker, Leitung, Gehäuse, Rollen, Schlauch, Rohr, Dichtungen, Beutel oder Behälter, Filter und Anzeigen prüfen. Beschädigtes Gerät nicht benutzen.
Flüssigkeit, heiße Asche, glühende Stoffe, scharfe Gegenstände, große Brocken und unbekannte Stoffe nicht einfach einsaugen.
Auf Hartboden bei einer üblichen Kombidüse die Borsten ausfahren, auf Teppich einfahren. Abweichende Symbole und Herstellerangaben gehen vor.
Sockelkanten, Ecken, unter erreichbaren Möbeln und hinter Türen zuerst bearbeiten, damit die freie Fläche anschließend geschlossen gefahren wird.
Mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und leicht überlappenden Bahnen arbeiten. Auf Teppich in der erforderlichen Richtung und nicht hektisch über die Oberfläche schieben.
Geräusch, Schiebekraft, Anzeige und sichtbares Restbild beobachten. Bei Leistungsabfall zuerst Düse, Rohr, Schlauch, Beutel und Filter prüfen.
Beutel oder Sammelsystem vor Überfüllung nach Herstellerangabe wechseln. Gefahrstaub nur im dafür festgelegten sicheren Wechsel- und Entsorgungsverfahren behandeln.
Kanten, Bahnen und erreichbare Zonen kontrollieren. Zubehör reinigen, Leitung sicher aufwickeln und das Gerät für den nächsten Einsatz vollständig bereitstellen.
WENN DER SAUGER PLÖTZLICH SCHWACH WIRD
Der freie Querschnitt sinkt; Anzeige und Aufnahmeleistung reagieren.
Wechseln oder entleeren – nicht bis zum völligen Stillstand weiterfahren.Der Strömungswiderstand steigt, Motor und Luftweg werden belastet.
Nur nach Betriebsanleitung abreinigen oder ersetzen; nicht im Raum ausklopfen.Haare, Fäden, Papier und Brocken verengen die Ansaugung.
Ausschalten, Netzstecker ziehen beziehungsweise Akku sichern und Blockade gefahrlos entfernen.Zu langer, enger, beschädigter oder geknickter Schlauch kostet nutzbaren Volumenstrom.
Verlauf korrigieren und beschädigte Teile ersetzen.Die Ansaugöffnung hat keinen passenden Abstand zur Oberfläche oder die Schiebekraft wird zu hoch.
Düse, Bürstenstellung, Florhöhe und Nebenluft passend einstellen.Nebenluft umgeht den vorgesehenen Weg; Staub kann im Gerät falsch geführt werden.
Montage nach Anleitung korrigieren und Dichtflächen prüfen.VERFAHRENSGRENZEN & ABSCHLUSS
Stoppen. Nur ein dafür freigegebenes Nass- oder Nass-/Trockensystem in korrekter Konfiguration einsetzen.
Nicht einsaugen. Brand- und Explosionsgefahr zuerst beseitigen und geeigneten Entsorgungsweg festlegen.
Bereich sichern, Stoff ermitteln und Staubklasse, Ex-Schutz, Wechselweg und PSA aus der Gefährdungsbeurteilung ableiten.
Nicht mit der Bodendüse jagen. Berührungsarm mit geeignetem Werkzeug in ein passendes stichfestes Behältnis geben.
Gerät außer Betrieb nehmen und kennzeichnen. Keine improvisierte Reparatur im Objekt.
Trockensaugen nicht endlos wiederholen. Fleck-, Zwischen- oder Grundreinigungsverfahren materialgerecht auswählen.
Staub, Haare, Flusen, Sand und Krümel sind aus der vereinbarten Fläche und den erreichbaren Randzonen aufgenommen.
Flecken, klebrige Filme und tief sitzende textile Verschmutzung können bleiben. Dafür wird bewusst das nächste passende Verfahren gewählt.
Düse und Rohr sind frei, Beutel beziehungsweise Behälter und Filter sind kontrolliert, Zubehör und Leitung sicher verstaut.
FACHLICHER ABGLEICH
Gerätearten, Staubklassen, Filterklassen, Düsenwahl und Sicherheitsgrenzen wurden mit Unfallversicherungs-, Normen- und Herstellerinformationen abgeglichen.
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