Krankenhäuser, ambulante Einrichtungen und Pflege
07 · Infektionsprävention im Gebäude
Nosokomiale Infektionen
Infektionen, die im zeitlichen Zusammenhang mit medizinischer oder pflegerischer Versorgung erworben werden.
INFEKTIONSPRÄVENTION IM GEBÄUDE
Menschen, Kontaktpunkte und Arbeitswege zusammendenken.
Eine nosokomiale Infektion hat selten nur eine Ursache – und ist nicht automatisch auf mangelnde Reinigung zurückzuführen.
Rehabilitation und andere medizinische Versorgungsbereiche
invasive Maßnahmen und Eintrittspforten können das Risiko erhöhen
Umgebungsreinigung ist ein grundlegender Baustein der Infektionsprävention, wirkt aber nur zusammen mit Händehygiene, Aufbereitung, Schutzmaßnahmen, Organisation und klinischen Prozessen. Ihr Beitrag liegt vor allem in der kontrollierten Entfernung von Kontamination und der Unterbrechung indirekter Kontaktwege.
Risikobereiche und Patientenzonen im Hygieneplan abbilden
High-Touch-Flächen und Zuständigkeiten festlegen
Reinigung und Desinfektion indikationsgerecht durchführen
Abweichungen und Ausbruchshinweise sofort weitergeben
EINORDNUNG
Was sind Nosokomiale Infektionen?
Nosokomiale beziehungsweise healthcare-assoziierte Infektionen entstehen im Zusammenhang mit einer medizinischen oder pflegerischen Maßnahme oder einem Aufenthalt in einer Einrichtung. Entscheidend ist der Zusammenhang mit der Versorgung, nicht allein der Ort Krankenhaus.
- gefährdete Personen können eine erhöhte Infektionsanfälligkeit besitzen
- invasive Maßnahmen und Eintrittspforten können das Risiko erhöhen
- Erreger können von der eigenen Flora, anderen Menschen, Geräten oder der Umgebung stammen
VORKOMMEN & RESERVOIRE
Wo begegnet es der Reinigung?
Krankenhäuser, ambulante Einrichtungen und Pflege
Rehabilitation und andere medizinische Versorgungsbereiche
patientennahe Flächen, Medizinprodukte, Hände und gemeinsam genutzte Geräte als mögliche Glieder einer Übertragungskette
MÖGLICHE ÜBERTRAGUNGSWEGE
Wie kann die Kette weiterlaufen?
Versorgungsassoziierte Infektionen können über die eigene Flora, Hände, Geräte, Umgebung, Atemwege oder invasive Eintrittspforten entstehen. Reinigung ist ein wichtiger, aber nicht alleiniger Baustein.
Hände, Flächen & Geräte
Häufig berührte Flächen und gemeinsam genutzte Geräte können Menschen und Räume miteinander verbinden.
Tücher, Mopps & Handschuhe
Arbeitsmittel werden zum Transportmittel, wenn Zuordnung, Wechsel oder Aufbereitung nicht stimmen.
Luft, Ausscheidungen & Körperflüssigkeiten
Je nach Ereignis sind zusätzliche Lüftungs-, Schutz-, Aufnahme-, Desinfektions- und Meldewege nötig.
In diesen Bereichen spielt das eine besonders große Rolle.
Sanitärbereich
WC/Urinal, Waschbecken und Kontaktflächen brauchen eine nachvollziehbare Trennung und ausreichende frische Textilien.
Kita & Schule
Viele Nutzer und kurze Wiederanschmutzungszeiten machen Kontaktpunkte, Toiletten und Materialwechsel besonders wichtig.
Pflege & Medizin
Die mögliche Schadensfolge ist höher; Reinigungskräfte benötigen Risikoinformation, Zeit, Material und erreichbare Ansprechpartner.
BEDEUTUNG FÜR DIE REINIGUNG
Was folgt daraus für den Arbeitsablauf?
Umgebungsreinigung ist ein grundlegender Baustein der Infektionsprävention, wirkt aber nur zusammen mit Händehygiene, Aufbereitung, Schutzmaßnahmen, Organisation und klinischen Prozessen. Ihr Beitrag liegt vor allem in der kontrollierten Entfernung von Kontamination und der Unterbrechung indirekter Kontaktwege.
- 01Risikobereiche und Patientenzonen im Hygieneplan abbilden
- 02High-Touch-Flächen und Zuständigkeiten festlegen
- 03Reinigung und Desinfektion indikationsgerecht durchführen
- 04Abweichungen und Ausbruchshinweise sofort weitergeben
RISIKOGRENZEN
Hier besonders aufpassen.
- !jede nosokomiale Infektion der Gebäudereinigung zuschreiben
- !Kolonisation und Infektion gleichsetzen
- !pauschale Raumsterilität versprechen
BEGRIFFE RICHTIG LESEN
Fachwörter – direkt daneben einfach erklärt.
nosokomial
im Zusammenhang mit medizinischer oder pflegerischer Versorgung erworben
HAI
healthcare-associated infection; versorgungsassoziierte Infektion
Infektionsprävention
System von Maßnahmen zur Vermeidung von Übertragung und Infektion
OFFIZIELLE QUELLEN