INHALTHygieneorganisation & Hygienekommission
HYGIENE & MIKROBIOLOGIEInfektionsprävention im Gebäude
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07 · Infektionsprävention im Gebäude

Hygieneorganisation & Hygienekommission

Verantwortung, Beratung, Pläne und Schnittstellen innerhalb einer Einrichtung eindeutig ordnen.

INFEKTIONSPRÄVENTION IM GEBÄUDE

Menschen, Kontaktpunkte und Arbeitswege zusammendenken.

Die Hygienekommission berät und organisiert – sie ersetzt weder Einrichtungsleitung noch ausführende Teams.

01QUELLE & RISIKO

Krankenhäuser und weitere durch Landesrecht erfasste medizinische Einrichtungen

02UMGEBUNG

Zusammenarbeit von Leitung, Krankenhaushygiene, Hygienefachpersonal, Medizin, Pflege, Technik, Arbeitsschutz und weiteren Verantwortlichen

03ARBEITSWEG

Surveillance und Ereignismeldungen zeigen nur dann Nutzen, wenn daraus Maßnahmen abgeleitet werden

04ROLLE DER REINIGUNG

Typische Aufgaben sind die Bewertung hygienischer Risiken und Infektionsdaten, Beratung der Leitung, Mitwirkung an Hygieneplänen, Festlegung von Verbesserungsmaßnahmen sowie die Begleitung von Ausbrüchen, Schulungen, Bauvorhaben und Beschaffungen. Welche Aufgabe verbindlich dazugehört, muss für das Bundesland und die konkrete Einrichtung geprüft werden.

NICHT ALLEIN – ABER UNVERZICHTBAR
01

Landesverordnung und Einrichtungsstruktur prüfen

02

Aufgaben, Mitglieder, Entscheidungs- und Meldewege schriftlich festlegen

03

Reinigung frühzeitig in Flächen-, Ablauf- und Beschaffungsfragen einbeziehen

04

Beschlüsse in ausführbare Pläne, Schulungen und Kontrollen übersetzen

05

Abweichungen und Rückmeldungen der ausführenden Teams in die Bewertung zurückführen

01

EINORDNUNG

Was ist Hygieneorganisation & Hygienekommission?

DEFINITION

Eine einrichtungsinterne Hygienekommission ist ein fachübergreifendes Gremium der Hygieneorganisation. Sie bewertet die hygienische Situation, berät die Leitung und wirkt an Regeln und Verbesserungen mit. Ihre genaue Zusammensetzung und ihre Aufgaben werden durch das jeweilige Landesrecht konkretisiert.

BIOLOGISCH WICHTIG
  • Infektionsrisiken entstehen an Schnittstellen zwischen Versorgung, Umgebung, Geräten und Händen
  • Surveillance und Ereignismeldungen zeigen nur dann Nutzen, wenn daraus Maßnahmen abgeleitet werden
  • Ausbrüche verlangen abgestimmte Entscheidungen mehrerer Fachbereiche statt einzelner Improvisation
02

VORKOMMEN & RESERVOIRE

Wo begegnet es der Reinigung?

01

Krankenhäuser und weitere durch Landesrecht erfasste medizinische Einrichtungen

02

Zusammenarbeit von Leitung, Krankenhaushygiene, Hygienefachpersonal, Medizin, Pflege, Technik, Arbeitsschutz und weiteren Verantwortlichen

03

Hygieneplanung, Ausbruchsbewertung, Bau- und Beschaffungsfragen, Schulung und Qualitätsentwicklung

03

MÖGLICHE ÜBERTRAGUNGSWEGE

Wie kann die Kette weiterlaufen?

In Gebäuden treffen verschiedene Übertragungswege zusammen. Die Gebäudereinigung kann vor allem indirekte Kontaktketten unterbrechen – oder sie durch falsche Arbeitswege neu eröffnen.

01Häufig relevant

Hände, Flächen & Geräte

Häufig berührte Flächen und gemeinsam genutzte Geräte können Menschen und Räume miteinander verbinden.

02Häufig relevant

Tücher, Mopps & Handschuhe

Arbeitsmittel werden zum Transportmittel, wenn Zuordnung, Wechsel oder Aufbereitung nicht stimmen.

03Situationsabhängig

Luft, Ausscheidungen & Körperflüssigkeiten

Je nach Ereignis sind zusätzliche Lüftungs-, Schutz-, Aufnahme-, Desinfektions- und Meldewege nötig.

PRAXISORTE

In diesen Bereichen spielt das eine besonders große Rolle.

01

Sanitärbereich

WC/Urinal, Waschbecken und Kontaktflächen brauchen eine nachvollziehbare Trennung und ausreichende frische Textilien.

02

Kita & Schule

Viele Nutzer und kurze Wiederanschmutzungszeiten machen Kontaktpunkte, Toiletten und Materialwechsel besonders wichtig.

03

Pflege & Medizin

Die mögliche Schadensfolge ist höher; Reinigungskräfte benötigen Risikoinformation, Zeit, Material und erreichbare Ansprechpartner.

04

BEDEUTUNG FÜR DIE REINIGUNG

Was folgt daraus für den Arbeitsablauf?

EINORDNUNG

Typische Aufgaben sind die Bewertung hygienischer Risiken und Infektionsdaten, Beratung der Leitung, Mitwirkung an Hygieneplänen, Festlegung von Verbesserungsmaßnahmen sowie die Begleitung von Ausbrüchen, Schulungen, Bauvorhaben und Beschaffungen. Welche Aufgabe verbindlich dazugehört, muss für das Bundesland und die konkrete Einrichtung geprüft werden.

  1. 01Landesverordnung und Einrichtungsstruktur prüfen
  2. 02Aufgaben, Mitglieder, Entscheidungs- und Meldewege schriftlich festlegen
  3. 03Reinigung frühzeitig in Flächen-, Ablauf- und Beschaffungsfragen einbeziehen
  4. 04Beschlüsse in ausführbare Pläne, Schulungen und Kontrollen übersetzen
  5. 05Abweichungen und Rückmeldungen der ausführenden Teams in die Bewertung zurückführen
05

RISIKOGRENZEN

Hier besonders aufpassen.

NICHT VERWECHSELN · NICHT ABKÜRZENDie Hygienekommission berät und organisiert – sie ersetzt weder Einrichtungsleitung noch ausführende Teams.
  • !die einrichtungsinterne Hygienekommission mit der KRINKO am Robert Koch-Institut verwechseln
  • !eine bundesweit identische Aufgabenliste behaupten
  • !Reinigung nur nachträglich über fertige Entscheidungen informieren
  • !Beschlüsse ohne Zeit, Material, Zuständigkeit oder Schulung veröffentlichen
06

BEGRIFFE RICHTIG LESEN

Fachwörter – direkt daneben einfach erklärt.

Hygienekommission

einrichtungsinternes fachübergreifendes Beratungsgremium

KRINKO

Kommission beim Robert Koch-Institut, die bundesweite Empfehlungen erarbeitet

Surveillance

systematische Erfassung und Bewertung von Infektionen oder Erregern

Landesverordnung

Regelung des jeweiligen Bundeslands zur Hygieneorganisation

07

OFFIZIELLE QUELLEN

Fachliche Grundlage dieses Kapitels.