INHALTTröpfchen & Aerosole
HYGIENE & MIKROBIOLOGIEÜbertragungswege
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WissensplattformHygiene & MikrobiologieTröpfchen & Aerosole

03 · Übertragungswege

Tröpfchen & Aerosole

Partikel aus den Atemwegen mit unterschiedlicher Größe, Reichweite und Verweildauer.

ÜBERTRAGUNGSWEG

Die Kette dort unterbrechen, wo Reinigung sie erreichen kann.

Flächenreinigung ersetzt keine Lüftung oder Atemschutzmaßnahme.

01QUELLE

Innenräume mit unzureichendem Luftaustausch

02WEG

Tröpfchen und Aerosole entstehen unter anderem beim Atmen, Sprechen, Husten oder bei Tätigkeiten, die Partikel freisetzen. Größe und Umgebungsbedingungen beeinflussen Transport und Ablagerung.

03KONTAKT

patientennahe oder personenbezogene Bereiche

04UNTERBRECHEN

Aerosolbildung durch Arbeitsverfahren minimieren · Lüftungskonzept beachten

01

EINORDNUNG

Wie funktioniert Tröpfchen & Aerosole?

DEFINITION

Tröpfchen und Aerosole entstehen unter anderem beim Atmen, Sprechen, Husten oder bei Tätigkeiten, die Partikel freisetzen. Größe und Umgebungsbedingungen beeinflussen Transport und Ablagerung.

BIOLOGISCH WICHTIG
  • Aerosole können länger in der Luft verbleiben
  • größere Tröpfchen sinken meist schneller ab
  • abgelagerte Partikel können Kontaktflächen kontaminieren
02

VORKOMMEN & RESERVOIRE

Wo begegnet es der Reinigung?

01

Innenräume mit unzureichendem Luftaustausch

02

patientennahe oder personenbezogene Bereiche

03

Arbeiten mit Sprühnebel oder Aufwirbelung

03

MÖGLICHE ÜBERTRAGUNGSWEGE

Wie kann die Kette weiterlaufen?

Erregerhaltige Atemwegspartikel können eingeatmet werden oder sich auf Flächen ablagern. Größe, Tätigkeit, Lüftung und Erreger bestimmen die Bedeutung.

01Häufig relevant

Aerosole

Feine Partikel können länger in der Luft bleiben; Lüftung und gegebenenfalls Atemschutz sind wichtiger als reine Flächenmaßnahmen.

02Häufig relevant

Größere Tröpfchen

Sie gelangen auf Schleimhäute oder lagern sich in der näheren Umgebung ab.

03Möglich

Aufwirbelung & Sprühnebel

Trockenes Kehren, Hochdruck oder unnötiges Sprühen kann kontaminierte Partikel freisetzen.

PRAXISORTE

In diesen Bereichen spielt das eine besonders große Rolle.

01

Kita & Schule

Viele Personen in Innenräumen, enger Kontakt und wechselnde Lüftung machen Atemwegswege besonders relevant.

02

Pflege & Medizin

Isolations-, Warte- und Behandlungsbereiche benötigen abgestimmte Luft-, Schutz- und Flächenmaßnahmen.

03

Sanitär & Erbrechen

Beim Erbrechen können erregerhaltige Tröpfchen entstehen; spritzarm aufnehmen und Bereich kontrollieren.

04

BEDEUTUNG FÜR DIE REINIGUNG

Was folgt daraus für den Arbeitsablauf?

EINORDNUNG

Die Maßnahme besteht aus einem Bündel: Lüftung, organisatorische Distanz, gegebenenfalls Atemschutz und eine risikobezogene Flächenhygiene.

  1. 01Aerosolbildung durch Arbeitsverfahren minimieren
  2. 02Lüftungskonzept beachten
  3. 03sprüharmes beziehungsweise getränktes Verfahren bevorzugen
  4. 04abgelagerte Kontamination kontrolliert aufnehmen
05

RISIKOGRENZEN

Hier besonders aufpassen.

NICHT VERWECHSELN · NICHT ABKÜRZENFlächenreinigung ersetzt keine Lüftung oder Atemschutzmaßnahme.
  • !Desinfektionsnebel als Raumlösung improvisieren
  • !Staub trocken aufwirbeln
  • !Flächenmaßnahme mit Luftreinigung verwechseln
06

BEGRIFFE RICHTIG LESEN

Fachwörter – direkt daneben einfach erklärt.

Tröpfchen

größere flüssige Atemwegspartikel

Aerosol

feine luftgetragene Partikel

Deposition

Ablagerung aus der Luft auf einer Fläche

07

OFFIZIELLE QUELLEN

Fachliche Grundlage dieses Kapitels.