Regelmäßig reinigen
Für Unterhalt, Glas und glatte Oberflächen ein passendes Alltagsmittel finden.
MITTEL MIT METHODE
Profis wählen nicht nach Duft, Farbe oder vermeintlicher Stärke. Reinigungsziel, Verschmutzung, Material, Verfahren und Sicherheit müssen zusammenpassen.
MITTEL-FINDER
Starte mit dem Reinigungsziel. Die passenden Mittelgruppen helfen beim Einordnen – die konkrete Produktfreigabe folgt erst nach Schmutz-, Material- und Sicherheitsprüfung.
Für Unterhalt, Glas und glatte Oberflächen ein passendes Alltagsmittel finden.
Kalk, Fett, Altfilm, Klebstoff oder mechanisch lösbare Rückstände gezielt bearbeiten.
Pflege, Textilreinigung und materialbezogene Spezialaufgaben sicher einordnen.
Definierte Hygienewirkung oder gezielten biologischen Abbau fachlich auswählen.
VOR DER PRODUKTFREIGABE PRÜFEN
12 GRUPPEN · 59 FACHKAPITEL
Jede vollständige Nummer zeigt Mittelgruppe und Fachkapitel. Wähle eine Gruppe, damit nur die dazugehörigen Produkte sichtbar bleiben.
Produkte für wiederkehrende Reinigungsaufgaben auf wasserbeständigen Oberflächen. Sie sollen normalen Nutzungsschmutz lösen, ohne unnötig stark in Material oder Pflegefilm einzugreifen.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Neutralreiniger | Tenside benetzen die Fläche, lösen leichte Fett- und Schmutzfilme und halten sie bis zur Aufnahme in der Flotte. | Typischerweise etwa pH 6–9 in der Gebrauchslösung; die konkrete Rezeptur entscheidet. |
| Allzweckreiniger | Kombiniert Benetzung, Emulgierung und Dispergierung, damit verschiedene leichte Alltagsrückstände aufgenommen werden können. | Je nach Rezeptur etwa pH 7–11; Produktetikett und Materialfreigabe sind maßgeblich. |
| Alkohol-Unterhaltsreiniger | Alkohole unterstützen die Ablösung leichter Fettspuren und beschleunigen das rückstandsarme Trocknen; Tenside übernehmen Benetzung und Schmutztransport. | Häufig neutral bis mild alkalisch, ungefähr pH 6–10; der Alkoholanteil wird vom pH-Wert nicht beschrieben. |
| Tensidfreier Reiniger | Builder und Lösemittel unterstützen Benetzung und Ablösung, ohne einen ausgeprägten Tensidfilm zu hinterlassen. | Je nach System ungefähr pH 7–11; „tensidfrei“ bedeutet nicht automatisch neutral. |
| Schaumarmer Automatenreiniger | Löst Schmutz unter Maschinenmechanik, hält die Flotte absaugbar und begrenzt störenden Schaum im Schmutzwassertank. | Je nach Aufgabe ungefähr pH 7–12; material- und maschinenbezogene Produktfreigabe beachten. |
Reiniger für Glas, Spiegel, Rahmen und glatte Oberflächen. Entscheidend sind gutes Benetzen, kontrollierte Verdunstung und möglichst wenig verbleibender Rückstand.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Glasreiniger | Benetzt, löst Fingerfett und leichten Film und trocknet durch flüchtige Anteile vergleichsweise schnell und rückstandsarm. | Häufig etwa pH 7–11; beschichtete Gläser und Rahmen benötigen eine eigene Freigabe. |
| Einwaschmittel | Senkt die Oberflächenspannung, erhöht die Gleitfähigkeit des Einwaschers und hält gelösten Schmutz bis zum Abziehen in der Flotte. | Meist ungefähr pH 6–9 in der Gebrauchslösung. |
| Alkohol-Oberflächenreiniger | Flüchtige Lösemittel lösen leichte fettige Spuren und verkürzen die Trocknungsphase. | Häufig etwa pH 6–10; bei stark lösemittelbetonten Systemen ist pH nur begrenzt aussagekräftig. |
| Rahmenreiniger | Löst atmosphärischen Film, Griffspuren und geeignete organische Ablagerungen von Rahmenprofilen. | Je nach Produkt neutral bis alkalisch, etwa pH 7–12; Speziallöser lassen sich teils nicht sinnvoll über pH bewerten. |
| Fassadenreiniger | Löst den jeweils definierten mineralischen, atmosphärischen oder organischen Film und unterstützt dessen kontrollierte Abführung. | Produkt- und materialabhängig von sauer bis alkalisch; ohne konkrete Freigabe ist eine pH-Zahl nicht übertragbar. |
Saure Produktfamilien für mineralische Rückstände in geeigneten Sanitär- und Nassbereichen. Säureart, Konzentration und Materialbeständigkeit sind wichtiger als ein möglichst niedriger pH-Wert.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Sanitär-Unterhaltsreiniger | Säuren reagieren mit frischen mineralischen Rückständen; Tenside lösen gleichzeitig leichten Körperfett- und Seifenfilm. | Typischerweise ungefähr pH 2–5 in der Gebrauchslösung. |
| Kalklöser | Protonen lösen carbonatische Kalkverbindungen chemisch an; Mechanik und Nachspülung entfernen die Reaktionsprodukte. | Konzentrat häufig stark sauer, typischerweise etwa pH 0–3; Gebrauchslösung produktabhängig. |
| WC-Reiniger | Gel haftet an senkrechter Keramik; Pulver löst sich erst im vorhandenen beziehungsweise zugesetzten Wasser. In beiden Fällen greift die Säure mineralische Beläge an, während Tenside den organischen Filmabtrag unterstützen. | Je nach Rezeptur ungefähr pH 0–3; auch weniger saure Systeme sind möglich. |
| Urinsteinlöser | Säure löst die mineralische Matrix des Urinsteins an, damit sie mechanisch entfernt und ausgespült werden kann. | Häufig stark sauer, etwa pH 0–2; Etikett und Einstufung strikt beachten. |
| Sanitär-Schaumreiniger | Schaum kann länger an senkrechten Flächen haften, die Benetzung sichtbar machen und bei grobtropfigem Auftrag feine Aerosole gegenüber einer Vernebelung begrenzen. Aerosolfrei ist er nicht. | Je nach Aufgabe ungefähr pH 1–6; neutralere Schaumsysteme existieren ebenfalls. |
Produktfamilien für Küchen, Lebensmittelbereiche und andere fett- oder eiweißbelastete Flächen. Tenside, Alkalität, Temperatur und gegebenenfalls Enzyme übernehmen unterschiedliche Aufgaben.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Küchen-Unterhaltsreiniger | Tenside emulgieren frische Fette, Builder unterstützen bei anhaftendem Lebensmittel- und Mineralfilm. | Häufig ungefähr pH 7–11 in der Gebrauchslösung. |
| Fettlöser | Alkalität, Tenside und Lösemittel lösen, dispergieren beziehungsweise emulgieren Fettfilme für die Aufnahme. | Typischerweise etwa pH 9–13; materialschonendere neutrale Fettlöser sind möglich. |
| Grill- & Backofenreiniger | Hohe Alkalität quillt, verseift und löst geeignete eingebrannte organische Rückstände an. | Häufig etwa pH 12–14; kann stark ätzend sein. |
| Eiweiß- & Enzymreiniger | Proteasen spalten Eiweißstrukturen; Tenside und Mechanik transportieren die entstandenen Fragmente ab. | Meist ungefähr pH 6–10 innerhalb des Enzym-Arbeitsfensters. |
| Maschinengeschirrreiniger | Alkalität löst Fett- und Lebensmittelrückstände, Builder binden Härtebildner und verhindern Ablagerungen im Prozess. | Gebrauchslösung meist stark alkalisch, häufig ungefähr pH 11–14. |
Leistungsstarke Produkte für fest sitzenden Schmutz, gealterte Rückstände oder entfernbare Pflegefilme. Die Gruppe wird nach Aufgabe und Filmsystem gewählt – nicht pauschal nach Stärke.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Universalgrundreiniger | Quillt, emulgiert und dispergiert starke Schmutzfilme sowie geeignete Pflegerückstände. | Häufig alkalisch, ungefähr pH 9–13; materialschonendere Systeme sind möglich. |
| Alkalischer Grundreiniger | Hohe Alkalität quillt und löst organische Rückstände und geeignete Polymer- beziehungsweise Pflegefilme an. | Typischerweise etwa pH 11–14; häufig reizend oder ätzend eingestuft. |
| Saurer Grundreiniger | Säure löst mineralische Bindungen und Reaktionsprodukte; Tenside unterstützen den Abtransport organischer Nebenverschmutzung. | Typischerweise etwa pH 0–3 im Konzentrat beziehungsweise stärkeren Arbeitsansatz. |
| Lösemittelverstärkter Grundreiniger | Lösemittel quellen geeignete Filme an, während Tenside und Alkalität die abgelösten Bestandteile in der Flotte halten. | Je nach Basissystem ungefähr pH 8–13; Lösemittelwirkung wird vom pH-Wert nicht erfasst. |
| Beschichtungsentferner | Quellt, spaltet oder löst den vorgesehenen Beschichtungsfilm, damit er mechanisch abgenommen werden kann. | Von stark alkalisch bis nicht sinnvoll pH-einordenbar; das konkrete Filmsystem bestimmt die Chemie. |
Diese Mittel reinigen nicht nur oder gar nicht primär: Sie verändern gezielt Oberflächeneigenschaften, bilden Pflegefilme oder ergänzen ein Werterhaltungssystem.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Wischpflegemittel | Löst leichten Schmutz und hinterlässt einen kontrollierten, später pflegbaren beziehungsweise polierbaren Film. | Häufig ungefähr pH 7–10; seifenhaltige Systeme können alkalischer sein. |
| Polymerdispersion | Wasser verdunstet, Polymerpartikel koaleszieren und bilden einen zusammenhängenden Schutz- und Pflegefilm. | Häufig mild alkalisch, ungefähr pH 8–10; produktabhängig. |
| Porenfüller | Dringt in oberflächennahe Poren ein, reduziert Saugfähigkeit und schafft eine gleichmäßigere Basis für Folgeschichten. | Häufig etwa pH 8–10. |
| Spraycleaner | Löst oberflächlichen Schmutz an und ergänzt beziehungsweise verdichtet einen geeigneten Pflegefilm unter Maschinenmechanik. | Meist neutral bis mild alkalisch, ungefähr pH 7–10. |
| Pflegeöl & Pflegeseife | Öle sättigen und schützen geeignete Poren. Seifen können leichten fettigen Schmutz emulgieren und bei geplanter Systempflege einen materialspezifischen Pflegeeffekt aufbauen. | Bei wasserfreien Ölen nicht anwendbar; Pflegeseifen häufig alkalisch, etwa pH 9–12. |
Produkte für Bereiche mit definiertem Hygieneziel. Reinigung und Desinfektion sind getrennte Wirkprinzipien; ein Mittel darf nur mit der ausgelobten und belegten Wirkung eingeordnet werden.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Flächendesinfektionsmittel | Der geprüfte Wirkstoff inaktiviert beziehungsweise reduziert definierte Mikroorganismen unter exakt festgelegten Anwendungsbedingungen. | Produktabhängig; pH ist keine ausreichende Aussage über Wirkungsspektrum oder Einwirkzeit. |
| Desinfizierender Reiniger | Reinigende Bestandteile lösen Schmutz, während das geprüfte Wirkstoffsystem bei richtiger Konzentration und Kontaktzeit desinfiziert. | Je nach Wirkstoff und Rezeptur sauer, neutral oder alkalisch; Wirkung niemals aus dem pH ableiten. |
| Hygienereiniger | Nur die konkret deklarierte Funktion ist belastbar. „Hygiene“ allein beweist weder Reinigung noch Desinfektion. | Nicht aus der Bezeichnung ableitbar; Etikett und Datenblatt prüfen. |
| Sporizides Spezialmittel | Das geprüfte Wirkstoffsystem schädigt hochresistente Sporenstrukturen bei festgelegter Konzentration, Temperatur und Einwirkzeit. | Produkt- und Aktivlösung abhängig; pH reicht zur Beurteilung nicht aus. |
Reinigungssysteme für textile Bodenbeläge, Polster und andere saugfähige Konstruktionen. Rückstandsverhalten, Farbechtheit, Durchfeuchtung und Trocknung begrenzen die Auswahl.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Teppichshampoo | Schaum verteilt Tenside im Flor, Mechanik löst Schmutz und der getrocknete Rückstand wird anschließend abgesaugt beziehungsweise aufgenommen. | Meist etwa pH 7–10; Wollfreigaben können enger begrenzt sein. |
| Sprühextraktionsmittel | Löst wasserlöslichen und leichten öligen Schmutz, der zusammen mit der Flotte direkt abgesaugt wird. | Häufig ungefähr pH 7–10; faser- und farbabhängig. |
| Vorsprühmittel | Benetzt und löst starke Laufstraßen- und Fettfilme vor, damit das nachfolgende Verfahren sie besser zurückgewinnt. | Je nach Faser und Aufgabe ungefähr pH 8–12; Woll- und Naturfasern deutlich enger. |
| Bonnet- & Zwischenreiniger | Löst oberflächlichen Florfilm, der vom Bonnetpad aufgenommen oder nach Trocknung abgesaugt wird. | Meist ungefähr pH 7–10. |
| Fleckentferner | Löst, spaltet, oxidiert, reduziert oder dispergiert den definierten Fleckenstoff für anschließende Aufnahme und Spülung. | Von sauer bis alkalisch oder bei Lösemitteln nicht anwendbar; jede Fleckengruppe benötigt eigene Einordnung. |
| Entschäumer | Destabilisiert Schaumlamellen, damit Absaugung, Tankvolumen und Maschinenschutz erhalten bleiben. | Meist ungefähr pH 6–9; die Entschäumungswirkung wird nicht über pH erklärt. |
Punktuelle Produkte für Rückstände, die sich mit Wasser allein nicht ausreichend lösen. Entscheidend sind Lösevermögen, Verdunstung, Brand- und Gesundheitsgefahr sowie die Beständigkeit des Untergrunds.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Alkoholischer Spezialreiniger | Alkohole lösen geeignete organische Rückstände und verdunsten vergleichsweise schnell. | Bei wasserarmen Produkten nicht sinnvoll anwendbar; wässrige Systeme liegen oft im neutralen Bereich. |
| Wassermischbarer Löser | Lösemittel quellen oder lösen geeignete Harz-, Fett-, Farb- oder Klebstoffanteile, die anschließend aufgenommen werden. | Bei lösemittelreichen Produkten nicht aussagekräftig; wässrige Mischungen können neutral bis alkalisch sein. |
| Kohlenwasserstofflöser | Löst unpolare organische Rückstände nach dem Prinzip ähnlicher Stoffeigenschaften. | Nicht anwendbar, da keine wässrige Lösung vorliegt. |
| Klebstoffentferner | Quellt oder löst den vorgesehenen Klebstoff, sodass er flach abgehoben und aufgenommen werden kann. | Bei lösemittelbasierten Produkten nicht anwendbar; wässrige Systeme produktabhängig. |
| Farb- & Markerlöser | Löst Bindemittel oder verändert den Farbstoff gezielt, damit der Rückstand tupfend aufgenommen werden kann. | Häufig nicht sinnvoll anwendbar; bei wässrigen Spezialmitteln produktabhängig. |
Produkte, deren Wirkung wesentlich durch feste Partikel und mechanischen Kontakt entsteht. Reinigungsleistung und möglicher Materialabtrag liegen hier besonders dicht beieinander.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Scheuermilch | Feine Partikel tragen Schmutz mechanisch ab, während Tenside gelöste Bestandteile aufnehmen. | Je nach Rezeptur ungefähr pH 7–11. |
| Scheuerpulver | Partikel erzeugen starken mechanischen Abtrag; alkalische Bestandteile unterstützen bei organischem Film. | In wässriger Aufschlämmung häufig alkalisch, ungefähr pH 9–12. |
| Reinigungsstein | Kombiniert feinen Materialabtrag mit Tensid- oder Seifenwirkung. | Häufig mild bis mäßig alkalisch, ungefähr pH 8–11 in der Anwendung. |
| Polierpaste | Sehr feiner kontrollierter Abtrag egalisiert Mikrokratzer oder Oxidschichten und verändert den Glanzgrad. | Bei wasserbasierten Produkten meist mild; bei öligen Pasten nicht sinnvoll anwendbar. |
Produkte für Oberflächen, bei denen Standardreiniger nicht ausreichen oder besondere Eigenschaften erhalten werden müssen. Die Materialfreigabe ist hier Teil der Produktdefinition.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Holz- & Parkettreiniger | Löst leichten Oberflächenschmutz bei geringer Feuchte und möglichst geringer Belastung von Holz, Fugen und Finish. | Meist ungefähr pH 6–9; seifenhaltige Pflegesysteme können alkalischer sein. |
| Natursteinreiniger | Löst definierten Schmutz, ohne Mineralgefüge, Imprägnierung, Politur oder Fugen unnötig anzugreifen. | Von neutral bis alkalisch; saure Systeme nur für ausdrücklich säurebeständige Gesteine. |
| Edelstahlreiniger | Löst Griff- und Fettspuren; Pflegevarianten hinterlassen einen sehr dünnen optisch egalisierenden Film. | Wässrige Reiniger meist neutral bis mild alkalisch; ölbasierte Pflegeprodukte ohne sinnvolle pH-Angabe. |
| Kunststoffreiniger | Löst Nutzungsschmutz und geeignete organische Filme, ohne den freigegebenen Kunststoff zu quellen oder zu verspröden. | Häufig etwa pH 7–11; Lösemittelverträglichkeit bleibt unabhängig davon zu prüfen. |
| ESD- & leitfähige Beläge | Entfernt Schmutz bei kontrolliertem Rückstand beziehungsweise baut einen freigegebenen leitfähigen Pflegefilm auf. | Meist neutral bis mild alkalisch, ungefähr pH 7–10. |
Produkte, die bestimmte organische Stoffe enzymatisch spalten oder mit mikrobiologischen Systemen abbauen. Sie wirken gezielt, benötigen passende Bedingungen und ersetzen keine pauschale Hygiene- oder Desinfektionsleistung.
Die Angaben stammen aus den jeweiligen Fachkapiteln. Ähnliche pH-Werte bedeuten nicht dieselbe Wirkung; Produkt- und Materialfreigabe bleiben entscheidend.
| Mittel | Wirkprinzip | pH-Einordnung |
|---|---|---|
| Protease-Reiniger | Proteasen spalten Eiweißketten in kleinere, besser ablösbare Bestandteile. | Meist ungefähr pH 6–10, abhängig vom verwendeten Enzymsystem. |
| Amylase-Reiniger | Amylasen spalten Stärke in kleinere wasserlöslichere Zuckerbausteine. | Häufig ungefähr pH 6–10 im vorgesehenen Arbeitsfenster. |
| Lipase-Reiniger | Lipasen spalten bestimmte Fette in kleinere Bestandteile, die Tenside anschließend besser aufnehmen können. | Meist ungefähr pH 6–10, produkt- und enzymabhängig. |
| Mikrobiologischer Reiniger | Mikroorganismen bauen passende organische Stoffe über Zeit ab; Wirkung hängt stark von Umgebung und Konkurrenzchemie ab. | Meist mild, ungefähr pH 6–9; konkretes Aktivitätsfenster beachten. |
| Geruchsbehandlung | Löst die Geruchsquelle, baut sie enzymatisch beziehungsweise mikrobiologisch ab oder bindet bestimmte Geruchsmoleküle. | Produktabhängig, häufig mild; bei rein lösemittel- oder adsorberbasierten Systemen begrenzt aussagekräftig. |
GRUNDLAGEN FÜR ALLE MITTELGRUPPEN
Ein Produkt kann mehrere Merkmale verbinden, etwa sauer, desinfizierend und für den Sanitärbereich bestimmt sein. Deshalb werden vier Punkte gemeinsam geprüft.
Vier Prüfungen führen von der Aufgabe zum freigegebenen Arbeitsablauf.
Unterhalt, Grundreinigung, Pflege, Desinfektion oder Spezialaufgabe
mineralisch, organisch, biologisch, partikulär oder gemischt
Beständigkeit, Beschichtung, Porigkeit, Faser und Zustand
Dosierung, Temperatur, Einwirkzeit, Mechanik und Rückgewinnung
Die Fachkapitel beschreiben typische Produktarten, keine einheitlichen Rezepturen. Zusammensetzung, Konzentration, Erscheinungsbild und Einstufung des konkreten Gebindes können abweichen.
Produktfarbe ist keine zuverlässige Fachkennzeichnung: Blau bedeutet nicht automatisch Glasreiniger, Rot nicht automatisch Sanitärreiniger. Auch der pH-Wert allein ersetzt weder Rezeptur noch Materialfreigabe.
Passt das Mittel zur Verschmutzung und verträgt der Untergrund den gesamten Prozess? Dosierung, Temperatur, Einwirkzeit, Mechanik und vollständige Aufnahme der Schmutzflotte gemeinsam festlegen. Herstellerangaben und betrieblicher Reinigungsplan gehen vor.
Produktetikett, technisches Merkblatt, Sicherheitsdatenblatt und Betriebsanweisung prüfen. Reinigungsmittel niemals ungeprüft mischen oder in unbeschriftete Fremdgebinde umfüllen. Besondere Risiken stehen zusätzlich im jeweiligen Fachkapitel.
Zwei Reiniger mit ähnlichem pH-Wert können sich durch Tenside, Lösemittel, Komplexbildner, Enzyme, Abrasivstoffe oder Wirkstoffe völlig unterschiedlich verhalten. Deshalb entscheiden immer Etikett, technisches Merkblatt, Sicherheitsdatenblatt, Materialfreigabe und der vorgesehene Arbeitsablauf gemeinsam.
FACHLICHE GRUNDLAGEN
Die zwölf Obergruppen sind eine didaktische Ordnung nach Hauptaufgabe. Handelsprodukte können mehrere Funktionen verbinden; verbindlich bleibt die konkrete Produktinformation.