INHALTScheuermilch
REINIGUNGSMITTELAbrasiv-, Scheuer- & Poliermittel
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MITTELGRUPPE 10 · Abrasiv-, Scheuer- & Poliermittel

10.1

Scheuermilch

Flüssiges Abrasivmittel für fest haftenden Schmutz auf dafür freigegebenen kratzbeständigen Oberflächen.

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01 · PRODUKT VERSTEHEN

Zusammensetzung und Wirkung

Typische Merkmale von Scheuermilch; maßgeblich bleibt das konkrete Produkt.

ZUSAMMENSETZUNG

Typische Stoff- und Funktionsgruppen

Feine mineralische Abrasivstoffe, Wasser, Tenside, Verdicker, Builder und gegebenenfalls Duft- und Konservierungsstoffe.

pH-EINORDNUNG

Je nach Rezeptur ungefähr pH 7–11.

FARBE & ERSCHEINUNG

So kann das Mittel aussehen

Typisch milchig weiß bis pastellfarben und cremig; die Trübung entsteht vor allem durch suspendierte Abrasivpartikel.

WIRKPRINZIP

Was passiert beim Reinigen?

Feine Partikel tragen Schmutz mechanisch ab, während Tenside gelöste Bestandteile aufnehmen.

02 · EINSATZ ENTSCHEIDEN

Geeignete Verschmutzungen und Untergründe

GEEIGNETE VERSCHMUTZUNGEN

Diese Schmutzarten liegen in der typischen Richtung.

  • fest haftende Oberflächenfilme
  • leichte Verkrustungen
  • matte oder oxidierte Schichten bei freigegebener Politur
GEEIGNETE UNTERGRÜNDE

Nur mit Material- und Produktfreigabe.

  • kratz- und abriebfeste Oberflächen
  • freigegebene Metalle, Keramik oder Mineralwerkstoffe
  • vorab geprüfte kleine Flächen

03 · ARBEITSABLAUF

Anwendung und Nacharbeit

Herstellerangaben und Reinigungsplan beachten.

DOSIERUNG
Kleine Produktmenge verwenden; Abrasivwirkung lässt sich nicht durch Überdosierung sicherer steuern.
TEMPERATUR
In der Regel Umgebungstemperatur; heiße Flächen vermeiden.
EINWIRKZEIT
Mechanik wirkt meist stärker als Einwirkzeit; Produkt nicht antrocknen lassen.
MECHANIK
Mit mildester geeigneter Körnung und wenig Druck beginnen; Probefläche auswerten.
NACHARBEIT
Partikel und Schmutz vollständig abnehmen, klar nachwischen und Oberfläche im Streiflicht kontrollieren.
04

MATERIALGRENZEN

Ungeeignete Anwendungen und typische Fehler

NICHT PAUSCHAL GEEIGNET
  • Hochglanzkunststoff
  • empfindliche Beschichtungen
  • weiche Metalle und polierte Oberflächen ohne Freigabe
NICHT TUN
  • ohne Probefläche scheuern
  • hohen Druck mit grober Körnung kombinieren
  • Partikel in Fugen oder Poren zurücklassen
05 · SICHERHEIT

Sichere Anwendung

Staubbildung bei Pulvern vermeiden. Augen, Haut und Atemwege nach Kennzeichnung und Arbeitsform schützen.

Reinigungsmittel niemals ungeprüft miteinander mischen oder in unbeschriftete Fremdgebinde umfüllen.

06 · FACHLICHE GRUNDLAGEN

Quellen und Vertiefung

Die Einordnung ist markenneutral. Rechts- und Quellenstand: September 2026.

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