Warme Naturtöne und sichtbare Schwankungen sind typisch, aber nicht beweisend.
04 · SEITENANSICHT
Was liegt
unter der Oberfläche?
Der Querschnitt trennt Nutzfläche, Scherben und Unterseite. Schichtdicken sind schematisch; der konkrete Aufbau stammt aus den Systemunterlagen.
- Nutzfläche
- Offene Tonfläche oder vorhandene Imprägnierung, Wachs- beziehungsweise Beschichtungsschicht.
- Scherben
- Poröser und farblich unregelmäßiger Tonscherben.
- Unterseite
- Mörtelbett und Fugen können Feuchte und Salze transportieren.
07 · AUSFÜHRUNGEN
Gleicher Name.
Andere Oberfläche.
Die Ausführung verändert Reinigung, Griffigkeit und Schadensrisiko. Produktunterlage und Prüffläche bleiben der Nachweis.
- 01
handgeformt oder industriell hergestellt
- 02
unbehandelt oder imprägniert
- 03
gewachst oder beschichtet
- 04
naturrau, geschliffen oder gealtert wirkend
09A · WIEDERANSCHMUTZUNG BREMSEN
Poren schützen.
Nicht blind zukleistern.
Ein fachgerecht ausgewähltes Schutzsystem kann das Eindringen von Wasser, Öl und Farbstoffen verzögern und die Unterhaltsreinigung erleichtern. Ob Imprägnierung, Wachs oder Beschichtung passt, hängt von Cotto, Altbehandlung, Nutzung und gewünschter Optik ab.
- 01Altaufbau klären
Unbehandelt, imprägniert, gewachst oder beschichtet eindeutig unterscheiden.
- 02Schonend grundreinigen
Nur das bestätigte System mit passender Chemie lösen und Schmutzflotte sofort absaugen.
- 03Durchtrocknen lassen
Fugen und Tonscherben müssen die produktspezifische Restfeuchte erreichen.
- 04Schutz nach Nutzung wählen
Fleckschutz, Wasserdampfdurchgang, Glanz, Rutschhemmung und spätere Pflege gemeinsam bewerten.
- 05Probefläche prüfen
Farbvertiefung, Ansätze und Aufnahmefähigkeit trocken beurteilen.
- 06Gleichmäßig applizieren
Auftrag, Überschussabnahme, Schichtzahl und Aushärtezeit exakt nach System ausführen.
- 07Pflegeplan anpassen
Rückstandsarme Unterhaltsreinigung und rechtzeitige systemgerechte Nachpflege festlegen.
- 08Feuchteursachen offenlassen
Ausblühungen oder aufsteigende Feuchte nicht überbeschichten, sondern technisch klären.
10 · ARBEITSABLAUF
Sechs Schritte.
Kein Ratespiel.
Etikett, Sicherheitsdatenblatt (Dokument mit Gefahren- und Schutzangaben), Gefährdungsbeurteilung und Produktfreigabe haben Vorrang.
- 01
Altbehandlung klären
Unbehandelt, imprägniert, gewachst oder beschichtet unterscheiden.
- 02
Trocken vorreinigen
Sand und Staub entfernen.
- 03
Probefläche
Farbe, Saugverhalten und Finishreaktion prüfen.
- 04
Sparsam reinigen
Wenig Flüssigkeit und passende Chemie einsetzen.
- 05
Flotte absaugen
Schmutz nicht in Poren zurücktrocknen lassen.
- 06
Trocknen lassen
Erst trocken über Nachpflege entscheiden.
12 · WISSENSCHECK
Kannst du Cotto & Terrakotta sicher einordnen?
Erst selbst antworten, dann aufklappen.
01Warum ist die Pflegehistorie wichtig?+
Weil häufig ein Schutzsystem und nicht nur der Ton gereinigt wird.
02Darf Cotto stark durchnässt werden?+
Nicht pauschal. Porigkeit, Aufbau und Schutzsystem müssen bekannt sein.
03Wann wird nachgepflegt?+
Erst nach Systembestimmung, Trocknung und Freigabe.
