INHALTMagnesium
MATERIALKUNDE · BEREICH 04Metalle
Alle Kapitel im Überblick

KAPITEL 05 · ELEMENT

Magnesium.

Magnesium begegnet der Gebäudereinigung selten blank. Bauteile sind meist legiert und beschichtet; entscheidend ist daher der intakte Oberflächenschutz.

NichteisenmetallLeichtmetall

01 · REALBILD

Werkstoff.
Anwendung.

Links siehst du Material oder Halbzeug, rechts eine typische Anwendung. Die eigens generierte Lehrdarstellung ist kein Produktfoto und keine Bestimmung eines unbekannten Bauteils.

Fotorealistisch generiertes Bildpaar aus einer Magnesiumlegierungsprobe und einem beschichteten Magnesiumbauteil
LINKS · WERKSTOFF / HALBZEUG

Farbe, Kante, Gefüge und Herstellungszustand als fotorealistische Orientierung.

RECHTS · VERBAUT / GENUTZT

Typische Oberfläche mit realistischen Fugen, Gebrauchsspuren oder Alterung.

02 · ZUSAMMENSETZUNG

Was es ist.
Und was nicht.

Element Mg oder Leichtmetalllegierung, häufig mit Aluminium und Zink. Oberflächen oft konversionsbehandelt, lackiert oder anderweitig geschützt.

03 · HERSTELLUNG

Vom Rohstoff
zur Sichtfläche.

Die Herstellungs- und Oberflächenstufe erklärt oft besser als die Farbe, welche Reinigung zulässig ist.

  1. 01

    Aus magnesiumhaltigen Rohstoffen oder Salzlösungen gewinnen

  2. 02

    Schmelzen und zu Legierungen einstellen

  3. 03

    Druckgießen oder formen; anschließend korrosionsschützend beschichten

04 · ERKENNEN

Hinweise sammeln.
Nicht raten.

Magnet, Farbe und Gewicht liefern nur Indizien. Dokumentation, Werkstoffnummer, Schichtaufbau und eine unbeschädigte Musterstelle sind belastbarer.

01

sehr leicht, silbrig-grau und nicht magnetisch

02

meist nur über Bauteildokumentation sicher von Aluminium zu unterscheiden

03

Blanke Schadstellen können dunkel oder weißlich korrodieren

05 · VERWENDUNG

Wo du Magnesium
finden kannst.

Die konkrete Bauteilfunktion verrät häufig, ob du massives Metall, eine Legierung, eine Beschichtung oder nur einen dünnen Überzug vor dir hast.

01leichte Gehäuse und Beschläge
02Fahrzeug- und Geräteteile
03Spezialbauteile und Werkzeuge
04selten dekorative Innenbauteile

06 · EIGENSCHAFTEN

Stärken.
Grenzen.

Korrosions- oder Beschichtungsschäden nicht nass und abrasiv ausweiten. Werkstoff und Schutzsystem bestimmen lassen.

POSITIV

Stärken

  • extrem geringes Gewicht
  • gut druckgießbar
  • hohes Verhältnis von Festigkeit zu Masse
NEGATIV

Schwächen

  • korrosionskritisch bei beschädigtem Schutz
  • starke Säuren und Laugen ungeeignet
  • Späne und Staub können brennbar sein

07 · REINIGUNG

Mild beginnen.
Sauber beenden.

Die Angaben sind ein fachlicher Startpunkt. Herstellerfreigabe, Objektzustand, Gefährdungsbeurteilung und sichtbares Finish haben Vorrang.

01UNTERHALT

Intakte Beschichtung mit mildem Neutralreiniger und weichem Tuch reinigen.

02INTENSIVER

Nur kurz und gezielt mit freigegebenem Produkt arbeiten; unbekannte blanke Stellen aussparen.

03FINISH

Klar nachwischen und sofort trocknen.

08 · ARBEITSSICHERHEIT

Reinigung endet,
wenn Gefahrstoffarbeit beginnt.

Magnesiumspäne und -staub dürfen nicht unkontrolliert erzeugt oder wie gewöhnlicher Staub aufgesaugt werden. Herstellerangabe und Explosionsschutzkonzept beachten.

09 · QUELLEN

Elementdaten.
Werkstoffpraxis.

Direkte Fachquellen zur Vertiefung und für die objektbezogene Arbeitsplanung.

Royal Society of ChemistryElementdaten: magnesiumDGUV Information 209-084Industriestaubsauger, Metall- und Leichtmetallstäube