INHALTStahl
MATERIALKUNDE · BEREICH 04Metalle
Alle Kapitel im Überblick

KAPITEL 02 · LEGIERUNG

Stahl.

Stahl ist kein Element und hat keine Ordnungszahl. Kohlenstoffgehalt, Legierung, Wärmebehandlung und Oberflächenschutz machen aus Stahl sehr verschiedene Werkstoffe.

EisenmetallLegierung

01 · REALBILD

Werkstoff.
Anwendung.

Links siehst du Material oder Halbzeug, rechts eine typische Anwendung. Die eigens generierte Lehrdarstellung ist kein Produktfoto und keine Bestimmung eines unbekannten Bauteils.

Fotorealistisch generiertes Bildpaar aus warmgewalztem Stahl und einem beschichteten Stahlbauteil
LINKS · WERKSTOFF / HALBZEUG

Farbe, Kante, Gefüge und Herstellungszustand als fotorealistische Orientierung.

RECHTS · VERBAUT / GENUTZT

Typische Oberfläche mit realistischen Fugen, Gebrauchsspuren oder Alterung.

02 · ZUSAMMENSETZUNG

Was es ist.
Und was nicht.

Eisenbasierte Legierung mit Kohlenstoff und je nach Sorte Mangan, Silicium, Chrom, Nickel, Molybdän oder weiteren Elementen.

03 · HERSTELLUNG

Vom Rohstoff
zur Sichtfläche.

Die Herstellungs- und Oberflächenstufe erklärt oft besser als die Farbe, welche Reinigung zulässig ist.

  1. 01

    Roheisen, Eisenschwamm und Schrott erschmelzen

  2. 02

    Kohlenstoff und Legierungselemente metallurgisch einstellen

  3. 03

    Gießen, walzen oder formen; anschließend verzinken, lackieren, pulverbeschichten oder ölen

04 · ERKENNEN

Hinweise sammeln.
Nicht raten.

Magnet, Farbe und Gewicht liefern nur Indizien. Dokumentation, Werkstoffnummer, Schichtaufbau und eine unbeschädigte Musterstelle sind belastbarer.

01

Meist magnetisch und deutlich schwerer als Aluminium

02

Walzhaut, Lack, Zink oder Pulverlack können das Grundmetall vollständig verdecken

03

Rost an einer Schadstelle weist auf ein eisenhaltiges Trägermaterial hin

05 · VERWENDUNG

Wo du Stahl
finden kannst.

Die konkrete Bauteilfunktion verrät häufig, ob du massives Metall, eine Legierung, eine Beschichtung oder nur einen dünnen Überzug vor dir hast.

01Träger, Türen, Zargen und Geländer
02Maschinen, Regale und Betriebseinrichtungen
03Möbelgestelle und Fassadenunterkonstruktionen
04Bleche, Rohre und Profile

06 · EIGENSCHAFTEN

Stärken.
Grenzen.

Bei beschichtetem Stahl entscheidet der Zustand des Schutzsystems. Blasen, Rostfahnen oder Abplatzungen melden; nicht mit aggressiver Reinigung vergrößern.

POSITIV

Stärken

  • hohe Festigkeit und Steifigkeit
  • viele Form- und Fügeverfahren
  • durch Beschichtungen gut anpassbar
NEGATIV

Schwächen

  • ungeschützt korrosionsanfällig
  • Beschichtungsschäden unterwandern möglich
  • Kontaktkorrosion im Materialmix

07 · REINIGUNG

Mild beginnen.
Sauber beenden.

Die Angaben sind ein fachlicher Startpunkt. Herstellerfreigabe, Objektzustand, Gefährdungsbeurteilung und sichtbares Finish haben Vorrang.

01UNTERHALT

Die vorhandene Oberfläche reinigen: Lack, Pulverbeschichtung oder Verzinkung bestimmen und mild starten.

02INTENSIVER

Fett mit freigegebenem Reiniger und weichem Tuch lösen; Schmutzflotte vollständig aufnehmen.

03FINISH

Mit klarem Wasser nebelfeucht nacharbeiten und trocknen.

08 · ARBEITSSICHERHEIT

Reinigung endet,
wenn Gefahrstoffarbeit beginnt.

Altbeschichtungen können Gefahrstoffe enthalten. Vor Schleifen, Strahlen oder Heißarbeiten ist eine Gefährdungsbeurteilung erforderlich.

09 · QUELLEN

Elementdaten.
Werkstoffpraxis.

Direkte Fachquellen zur Vertiefung und für die objektbezogene Arbeitsplanung.

World Steel AssociationWas Stahl als Werkstoff ausmachtDGUV Information 209-084Industriestaubsauger, Metall- und Leichtmetallstäube