Meist magnetisch und deutlich schwerer als Aluminium
KAPITEL 02 · LEGIERUNG
Stahl.
Stahl ist kein Element und hat keine Ordnungszahl. Kohlenstoffgehalt, Legierung, Wärmebehandlung und Oberflächenschutz machen aus Stahl sehr verschiedene Werkstoffe.
01 · REALBILD
Werkstoff.
Anwendung.
Links siehst du Material oder Halbzeug, rechts eine typische Anwendung. Die eigens generierte Lehrdarstellung ist kein Produktfoto und keine Bestimmung eines unbekannten Bauteils.

Farbe, Kante, Gefüge und Herstellungszustand als fotorealistische Orientierung.
Typische Oberfläche mit realistischen Fugen, Gebrauchsspuren oder Alterung.
02 · ZUSAMMENSETZUNG
Was es ist.
Und was nicht.
Eisenbasierte Legierung mit Kohlenstoff und je nach Sorte Mangan, Silicium, Chrom, Nickel, Molybdän oder weiteren Elementen.
03 · HERSTELLUNG
Vom Rohstoff
zur Sichtfläche.
Die Herstellungs- und Oberflächenstufe erklärt oft besser als die Farbe, welche Reinigung zulässig ist.
- 01
Roheisen, Eisenschwamm und Schrott erschmelzen
- 02
Kohlenstoff und Legierungselemente metallurgisch einstellen
- 03
Gießen, walzen oder formen; anschließend verzinken, lackieren, pulverbeschichten oder ölen
04 · ERKENNEN
Hinweise sammeln.
Nicht raten.
Magnet, Farbe und Gewicht liefern nur Indizien. Dokumentation, Werkstoffnummer, Schichtaufbau und eine unbeschädigte Musterstelle sind belastbarer.
Walzhaut, Lack, Zink oder Pulverlack können das Grundmetall vollständig verdecken
Rost an einer Schadstelle weist auf ein eisenhaltiges Trägermaterial hin
05 · VERWENDUNG
Wo du Stahl
finden kannst.
Die konkrete Bauteilfunktion verrät häufig, ob du massives Metall, eine Legierung, eine Beschichtung oder nur einen dünnen Überzug vor dir hast.
06 · EIGENSCHAFTEN
Stärken.
Grenzen.
Bei beschichtetem Stahl entscheidet der Zustand des Schutzsystems. Blasen, Rostfahnen oder Abplatzungen melden; nicht mit aggressiver Reinigung vergrößern.
Stärken
- hohe Festigkeit und Steifigkeit
- viele Form- und Fügeverfahren
- durch Beschichtungen gut anpassbar
Schwächen
- ungeschützt korrosionsanfällig
- Beschichtungsschäden unterwandern möglich
- Kontaktkorrosion im Materialmix
07 · REINIGUNG
Mild beginnen.
Sauber beenden.
Die Angaben sind ein fachlicher Startpunkt. Herstellerfreigabe, Objektzustand, Gefährdungsbeurteilung und sichtbares Finish haben Vorrang.
Die vorhandene Oberfläche reinigen: Lack, Pulverbeschichtung oder Verzinkung bestimmen und mild starten.
Fett mit freigegebenem Reiniger und weichem Tuch lösen; Schmutzflotte vollständig aufnehmen.
Mit klarem Wasser nebelfeucht nacharbeiten und trocknen.
Reinigung endet,
wenn Gefahrstoffarbeit beginnt.
Altbeschichtungen können Gefahrstoffe enthalten. Vor Schleifen, Strahlen oder Heißarbeiten ist eine Gefährdungsbeurteilung erforderlich.
09 · QUELLEN
Elementdaten.
Werkstoffpraxis.
Direkte Fachquellen zur Vertiefung und für die objektbezogene Arbeitsplanung.