Schuppenschicht
Die Cuticula (äußere Schutzschicht) besteht aus überlappenden Zellen. Ihre gerichtete Reibung begünstigt, dass sich Fasern unter ungünstigen Bedingungen ineinander verhaken.
01 · LEHRBILD
Das eigens generierte, fotorealistische Lehrbild zeigt Rohfaser oder Filament neben einer typischen Oberfläche. Es ist kein Produktfoto und keine sichere Materialbestimmung.

02.1 · WOLLFASER IM SCHEMA
Unter dem Mikroskop unterscheidet sich Wolle deutlich von einer glatten Kunstfaser. Das Schema zeigt die wichtigsten Bauteile stark vergrößert und vereinfacht. Faserfeinheit, Schuppenform und innerer Aufbau unterscheiden sich je nach Tier, Rasse und Faser.
Die Cuticula (äußere Schutzschicht) besteht aus überlappenden Zellen. Ihre gerichtete Reibung begünstigt, dass sich Fasern unter ungünstigen Bedingungen ineinander verhaken.
Der Cortex (Hauptkörper der Faser) besteht aus langgestreckten, keratinreichen Zellen. Er bestimmt einen großen Teil von Festigkeit, Dehnung und Rückstellvermögen.
Zwei unterschiedlich aufgebaute Bereiche der Faserrinde reagieren nicht völlig gleich. Ihre Anordnung trägt zur natürlichen Krümmung und Kräuselung der Wollfaser bei.
Eine Medulla (Markkanal im Faserzentrum) kann bei gröberen oder medullierten Tierhaaren vorkommen. Feine Bekleidungswolle besitzt meist keinen durchgehenden Markkanal.
Feuchtigkeit lässt die Faser quellen. Kommen Wärme, Bewegung und Druck hinzu, wandern Fasern gegeneinander und die Schuppen behindern den Rückweg. Der Faserverband verdichtet sich – das ist Verfilzung.
Starke Laugen und bestimmte Proteasen (Enzyme, die Eiweiß spalten) können die Wollsubstanz angreifen. Deshalb mild dosieren, mechanische Belastung begrenzen und die Produktfreigabe beachten.
06 · FASERREAKTION
Bei Textilfasern sind Rohdichte und Härte für die Reinigung wenig hilfreich. Entscheidend sind Feuchteverhalten, Nassbelastbarkeit, Thermik, chemisches Grundgerüst und Oberflächenwirkung.
feuchtefähig, aber filz- und formkritisch
nur mild und ohne Temperaturschock
neutraler Wollreiniger; starke Lauge und Protease vermeiden
eher gering bei ausreichender Luftfeuchte