- Bodenplatten und Stufen
- Fassaden- und Wandplatten
- Fensterbänke und Abdeckungen
- Sonderformteile und Möbelelemente
MATERIALKUNDE · KUNSTSTEIN · KAPITEL 01
Betonwerkstein.
Binder vor Dekor.
Betonwerkstein wird gezielt als fertiges Werkstück hergestellt. Sichtbare Körnung, Zementmatrix, Poren, Nachbehandlung und mögliche Beschichtung bestimmen die Reinigung gemeinsam.
01 · REALBILD & SEITENANSICHT
Wie es wirklich wirkt.
Was darunter arbeitet.
Oben steht die fotorealistische Lehrdarstellung aus Anwendung und echter Schnittkante. Darunter folgt der technische Prinzipaufbau; exakte Schichtdicken und Befestigungen stammen verbindlich aus den Systemunterlagen.

Typische reale Anwendung mit materialgerechter Oberfläche.
Fotorealistische Ansicht von Binder, Körnung und Plattenaufbau.
Prinzipieller Aufbau vom Finish bis zum Untergrund – nicht maßstäblich.
02 · HERSTELLUNG
Wie entsteht
Betonwerkstein?
- 01
Zuschläge, Zement, Wasser, Pigmente und Zusatzmittel dosieren
- 02
Mischen, in Form bringen, verdichten und aushärten
- 03
Ausschalen und Oberfläche schleifen, strahlen, waschen oder beschichten
03 · FORMATE & EINSATZ
Als was hergestellt?
Wo bevorzugt eingesetzt?
- Treppenhäuser, Eingänge und öffentliche Gebäude
- Fassaden, Sockel und Außenanlagen
- Fensterbänke, Brüstungen und massive Bauteile
04 · EIGENSCHAFTEN
Stärken nutzen.
Systemgrenzen erkennen.
Positive Eigenschaften
- form- und farbgestalterisch vielseitig
- bei passender Rezeptur hoch belastbar
- schleif- und teilweise reparierbar
- große Formate und Sonderteile möglich
Negative Eigenschaften
- Zementmatrix ist säureempfindlich
- Poren und Lunker nehmen Schmutz auf
- Ausblühungen, Rost und Feuchteflecken möglich
- Beschichtungen verändern die Reinigungsgrenze
05 · REINIGUNG & MITTEL
Binder schützen.
Schmutzflotte entfernen.
Regelmäßige Reinigung
pH-neutraler bis schwach alkalischer, für Betonwerkstein freigegebener Reiniger; Rückstände vollständig aufnehmen.
Haftender Schmutz
Alkalischer Intensivreiniger nach Prüfung von Oberfläche, Imprägnierung, Beschichtung und Fuge.
Ursachenbezogen
Öl, Rost, Ausblühung oder organische Verfärbung getrennt diagnostizieren; Spezialmittel nur ohne Angriff auf die Zementmatrix.
Werkzeug und Verfahren
Sand trocken entfernen, zweistufig wischen oder scheuersaugen; Pad/Bürste an Rauheit und Schutzschicht anpassen.
Carbonatische Körnung oder Zementmatrix werden durch Säure angegriffen. Saure Sanitär- und Zementschleierentferner bleiben weg.
06 · WASCHBETON IM AUSSENBEREICH
Bewuchs lösen.
Bauteil erhalten.
Waschbeton ist Betonwerkstein mit freigelegter Gesteinskörnung. Grünliche oder dunkle Auflagen können Algen, Moose, Flechten, Biofilm, Erde oder eine Mischung daraus sein. Verfärbung, ausgewaschene Matrix und lose Körner sind dagegen kein lösbarer Schmutz.

Eine abgegrenzte Probefläche zeigt, ob Belag entfernt wird, ohne Zementmatrix, Körnung, Fugen oder Anschlüsse zu schädigen.
- 01Zustand prüfen
Lose Körner, Risse, Abplatzungen, Fugen, Entwässerung und angrenzende Bauteile dokumentieren.
- 02Bereich sichern
Rutschzone absperren; Pflanzen, Fassaden, Metalle, Abläufe und Dritte schützen.
- 03Grobschmutz aufnehmen
Laub, Erde und losen Bewuchs trocken oder schonend mechanisch entfernen.
- 04Verfahren testen
Wasser, geeignete Bürste und falls nötig freigegebenen Reiniger auf kleiner Fläche prüfen.
- 05Kontaktzeit steuern
Fläche feucht halten, Produkt nicht antrocknen lassen und immer von unten nach oben an senkrechten Teilen arbeiten.
- 06Schonend ausarbeiten
Mit Bürste oder geeigneter Flächenmechanik lösen. Hochdruck nur bei tragfähigem Aufbau, ausreichendem Abstand und niedriger wirksamer Strahlenergie.
- 07Flotte auffangen
Gelösten Bewuchs und Schmutzwasser aufnehmen; nicht unkontrolliert in Beet, Gewässer oder Regenablauf leiten.
- 08Trocken bewerten
Restbewuchs von Verfärbung und Materialverlust trennen; Anschlüsse kontrollieren und Ergebnis dokumentieren.
FACHLICHE GRUNDLAGE