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MATERIALKUNDE · KUNSTSTEIN · KAPITEL 07
Polymerbeton.
Binder vor Dekor.
Bei Polymerbeton ersetzt Reaktionsharz den Zementbinder. Der dichte Mineralverbund ist leistungsfähig, aber Chemikalienbeständigkeit und Oberflächenfinish hängen stark von der konkreten Harzrezeptur ab.
01 · REALBILD & SEITENANSICHT
Wie es wirklich wirkt.
Was darunter arbeitet.
Oben steht die fotorealistische Lehrdarstellung aus Anwendung und echter Schnittkante. Darunter folgt der technische Prinzipaufbau; exakte Schichtdicken und Befestigungen stammen verbindlich aus den Systemunterlagen.

Typische reale Anwendung mit materialgerechter Oberfläche.
Fotorealistische Ansicht von Binder, Körnung und Plattenaufbau.
Prinzipieller Aufbau vom Finish bis zum Untergrund – nicht maßstäblich.
02 · HERSTELLUNG
Wie entsteht
Polymerbeton?
- 01
Trockene Mineralmischung mit Reaktionsharz und Zusätzen mischen
- 02
In Formen gießen, rütteln oder verdichten
- 03
Aushärten, entformen und Oberfläche beschichten, schleifen oder werkseitig belassen
03 · FORMATE & EINSATZ
Als was hergestellt?
Wo bevorzugt eingesetzt?
- Sanitär- und Laborbereiche
- Entwässerung und Außenanlagen
- Industrieflächen und hochpräzise Formteile
04 · EIGENSCHAFTEN
Stärken nutzen.
Systemgrenzen erkennen.
Positive Eigenschaften
- geringe Wasseraufnahme
- hohe Maß- und Druckfestigkeit
- komplexe Formen möglich
- schnelle werkseitige Aushärtung
Negative Eigenschaften
- Harz und Gelcoat begrenzen Chemikalien und Temperatur
- Kratzer in Beschichtung sind sichtbar
- UV kann einzelne Systeme verändern
- Reparatur muss zum Harzsystem passen
05 · REINIGUNG & MITTEL
Binder schützen.
Schmutzflotte entfernen.
Regelmäßige Reinigung
pH-neutraler Reiniger und weiche Mechanik; bei Rinnen zusätzlich hygienischen Prozess und Ablauf beachten.
Haftender Schmutz
Nur nach chemischer Beständigkeitsliste des Herstellers; kurze Kontaktzeit und gründliches Spülen.
Ursachenbezogen
Spezialreiniger an Harz, Pigment und möglicher Deckschicht prüfen.
Werkzeug und Verfahren
Weich bürsten oder wischen, Kanten und Beschichtungsfehler nicht mit Druck vergrößern.
Rezeptur, Binder und Finish entscheiden. Keine pauschale Säurefreigabe aus dem Handelsnamen ableiten.
FACHLICHE GRUNDLAGE