meist leichter als Wasser, wachsartig bis hart und häufig milchig oder eingefärbt
KAPITEL 02 · THERMOPLAST
Polyethylen.
PE bezeichnet eine Familie von Polyethylenen. Verzweigung, Dichte, Molekülmasse, Additive und Verarbeitung unterscheiden weiche Folie von steifem HDPE-Rohr.
01 · REALBILD
Werkstoff.
Anwendung.
Links siehst du Granulat oder Halbzeug, rechts eine typische Anwendung. Die eigens generierte Lehrdarstellung ist kein Produktfoto und keine Bestimmung eines unbekannten Bauteils.

Farbe, Kante, Struktur und Herstellungszustand als fotorealistische Orientierung.
Eine typische Sichtfläche oder Bauteilanwendung im Gebäude.
02 · ZUSAMMENSETZUNG
Was es ist.
Und was nicht.
Polyethylen besteht nur aus Kohlenstoff und Wasserstoff. PE-LD, PE-LLD, PE-MD, PE-HD und vernetztes PE sind keine rein optischen Varianten.
Wiederholungseinheit: (C₂H₄)ₙ
03 · HERSTELLUNG
Vom Baustein
zur Sichtfläche.
Polymerbildung, Rezeptur und Formgebung erklären oft besser als die Farbe, welche Reinigung zulässig ist.
- 01
Ethen als Monomer bereitstellen
- 02
Unter kontrolliertem Druck und mit Katalysatoren polymerisieren
- 03
Dichte, Molekülstruktur, Stabilisatoren und Pigmente einstellen
- 04
Zu Folie blasen, Rohr extrudieren, rotieren oder spritzgießen
04 · ERKENNEN
Hinweise sammeln.
Nicht anbrennen.
Kennzeichnung, Datenblatt, Schnittkante und Schichtaufbau sind belastbarer als Geruch, Flamme, Farbe oder eine aggressive Lösemittelprobe.
nicht allein über Farbe von PP unterscheidbar
Recyclingcode und technische Kennzeichnung sind hilfreiche Indizien, aber kein Beständigkeitsnachweis
05 · VERWENDUNG
Wo du PE
finden kannst.
Die Anwendung zeigt häufig, ob du eine massive Platte, einen Schaum, eine Faser, eine Beschichtung oder nur eine dünne Deckschicht vor dir hast.
06 · EIGENSCHAFTEN
Stärken.
Grenzen.
Tiefe Kratzer, Weißbruch, Verzug oder Spannungsrisse sind Materialschäden. Sie werden durch stärkere Chemie nicht entfernt.
Stärken
- geringe Dichte
- gute Feuchte- und Chemikalienbeständigkeit
- zäh und gut verarbeitbar
Schwächen
- niedrige Oberflächenenergie erschwert Beschichten
- Wärme kann verformen
- Spannungsrisse und Kratzer je nach Sorte möglich
07 · REINIGUNG
Mild beginnen.
System prüfen.
Die Angaben sind ein fachlicher Startpunkt. Herstellerfreigabe, Produktrezeptur, Beschichtung, Alterung und verdeckte Probefläche haben Vorrang.
Wasser, milder Neutralreiniger und weiches Tuch oder eine weiche Bürste reichen meist aus.
Fett kurz mit einem freigegebenen Reiniger lösen; bei Behältern und technischen Bauteilen Medienbeständigkeit des konkreten PE prüfen.
Klar nachspülen und Wasser aus Kanten, Profilen und Hohlräumen entfernen.
Reinigung endet,
wenn Bearbeitung beginnt.
Beim mechanischen Bearbeiten entstehen Kunststoffspäne und -stäube. Brandlast, Absaugung und mögliche Inhaltsstoffe des konkreten Compounds berücksichtigen.
09 · QUELLEN
Polymerdaten.
Produktpraxis.
Direkte Fachquellen zur Einordnung und für die objektbezogene Arbeitsplanung.