02.10.6 · REINIGUNGSABLAUF

Fahrtreppen &
Fahrsteige reinigen.

Stufenprofile, Handläufe und Verkleidungen brauchen unterschiedliche Reinigungsverfahren. Handarbeit erfolgt an der stillgesetzten, gesicherten Anlage. Spezialmaschinen verlangen ein eigenes, für Gerät und Fahrtreppe freigegebenes Verfahren.

Spezielle Fahrtreppenreinigungsmaschine mit rechteckigem Profilreinigungskopf neben einer abgesperrten Fahrtreppe, ohne Personen
Spezielle Fahrtreppenreiniger arbeiten mit zum Stufenprofil passenden Bürsten und Führungselementen sowie einer gezielten Flüssigkeitsaufnahme.

VERFAHREN UND ANLAGENZUSTAND

Drei Arbeitsarten getrennt planen.

Fahrtreppen besitzen Stufen mit Tritt- und Stirnflächen. Fahrsteige können ebene oder geneigte Paletten- beziehungsweise Bandflächen haben. Ein Gerät für gerillte Metallpaletten ist nicht automatisch für ein glattes Band oder jede Stufenform geeignet.

HANDREINIGUNG

Stillgesetzt und gesichert

Zugängliche Außenflächen von Hand reinigen. Die Anlage muss stillgesetzt und gegen unbeabsichtigte Inbetriebnahme gesichert sein. Ein ruhender Automatikbetrieb belegt diesen Zustand nicht.

SPEZIALMASCHINE

Nach dem freigegebenen Verfahren

Bestimmte Geräte arbeiten an einem kontrolliert bewegten Stufen- oder Palettenband, andere bei Stillstand. Maßgeblich sind beide Herstelleranleitungen, Gefährdungsbeurteilung, Einweisung und Betreiberfreigabe. Währenddessen kein Personenverkehr.

INNENREINIGUNG

Mit der Wartungsfirma planen

Arbeiten unter Verkleidungen, an Antrieb oder Stufenbandunterseite sind ein gesonderter Auftrag. Staub und Ablagerungen im Inneren sind auch für den Brandschutz relevant. Zugang, Demontage und technische Sicherung gehören in fachkundige Hände.

Die DGUV unterscheidet manuelle und maschinelle Außenreinigung; für die Maschine verweist sie auf die Herstellerangaben. DGUV Information 208-028, Abschnitt 5.8 ↗

VOR BEGINN

Auftrag, Zugang und Zuständigkeit festlegen.

Die Reinigungskraft übernimmt nur die Arbeiten und Bedienhandlungen, für die sie beauftragt und unterwiesen ist. Eine Schlüsselübergabe allein ersetzt keine Einweisung.

Was ist heute beauftragt?

Unterhalt
Fällige Außenflächen, Handläufe, lose Verschmutzung und vereinbarte Profilreinigung.
Intensivreinigung
Haftender Film, zugesetzte Rillen, Setzstufen und gesonderte Fleckenbehandlung mit ausreichend Arbeitszeit.
Wartung / Innenraum
Separater Termin, eigene Zuständigkeit und dokumentierte Übergabe.
  • Anlagennummer, Standort, beauftragte Flächen, Zeitfenster und zuständige Ansprechperson eindeutig bestätigen
  • Verfahren festlegen: manuelle Reinigung im gesicherten Stillstand oder freigegebener Einsatz einer Spezialmaschine
  • Beide Zugänge mit geeigneter, standsicherer Absperrung sichern; verständliche Umleitung und vorhandene barrierefreie Alternativen erhalten
  • Anlagenzustand und Schutz gegen unbeabsichtigten Start mit der zuständigen Person klären; Automatikpause oder Not-Halt allein nicht als vollständige Sicherung annehmen
  • Herstellerangaben für Material, Reiniger, Bürsten, Maschine und zulässige Arbeitspositionen übernehmen; Geräte vor Einsatz prüfen
  • Sichtbare Schäden an Kämmen, Stufen, Handläufen und Abweisern dokumentieren; Notfallweg, Kommunikation und erforderliche Schutzausrüstung klären
  • Arbeitsmittel sicher transportieren und abstellen; Elektroversorgung, Kabelwege und Schmutzwasserentsorgung planen; keinen Reinigungswagen über die Fahrtreppe transportieren

BAUTEILE UND REINIGUNGSUMFANG

Jede Fläche hat eine eigene Aufgabe.

Die tägliche Sichtkontrolle ersetzt keine technische Prüfung. Sichtbare Schäden werden gemeldet; Sicherheitseinrichtungen bleiben unverändert.

01

Trittflächen & Paletten

Lose Partikel und haftenden Film aus den Profilen entfernen. Auf Fahrsteigen zuerst prüfen, ob Metallpaletten oder eine andere Bandoberfläche vorliegen.

02

Setzstufen / Stirnflächen

Die senkrechte Vorderseite einer Stufe ist ein eigener Reinigungsbereich. Eine Maschine für Trittflächen erfasst sie nicht automatisch.

03

Rillen & Randzonen

Sand, Fasern und klebrige Rückstände gezielt aufnehmen. Kein Werkzeug in bewegliche Spalte drücken oder Profile mit ungeeigneter Mechanik beschädigen.

04

Kammsegmente & Kammplatte

Übergang zwischen bewegtem Band und festem Zugang. Nur freigegebene, sicher erreichbare Außenflächen bearbeiten; beschädigte Zähne oder fest sitzende Fremdkörper melden.

05

Schürzenbleche & Abweiser

Seitliche Bleche und Schutzbürsten nach Vorgabe behandeln. Nicht verstellen, demontieren oder mit eigenmächtiger Pflege verändern.

06

Handläufe

Hautfett und Schmutz materialgerecht entfernen. Griffgefühl und Oberfläche erhalten; Einläufe von Tüchern, Flüssigkeit und Werkzeugen freihalten.

07

Balustraden

Glas, Metall, Kunststoff und Dichtungen einzeln beurteilen. Tropfeintrag vermeiden; Außenflächen in der Höhe nur mit geplantem sicheren Zugang reinigen.

08

Sockel, Blenden & Anzeigen

Zugängliche Außenflächen mit passendem Tuch bearbeiten. Keine Abdeckungen öffnen und keine Flüssigkeit in Beleuchtung oder elektrische Gehäuse bringen.

09

Zugangsplatten & Vorflächen

Metallplatten und angrenzenden Boden getrennt behandeln. Rutschige Rückstände, lose Partikel und Arbeitsmittel vor der Übergabe entfernen.

10

Innenraum & Antrieb

Gesonderte Innenreinigung mit der Wartungsfirma abstimmen. Demontage, Arbeiten unter dem Stufenband und technische Eingriffe gehören nicht zur normalen Außenreinigung.

BEISPIEL · MANUELLE AUSSENREINIGUNG

Oberflächen zuerst, Trittflächen zum Schluss.

Dieser Ablauf gilt für stillgesetzte, gesicherte Anlagen. Umfang und sichere Arbeitspositionen richten sich nach der konkreten Anlage. Er ist keine Bedienungsanleitung für eine Spezialmaschine.

  1. 01

    Arbeitszustand übernehmen

    Auftrag und Anlage zuordnen. Die zuständige Person bestätigt Stillsetzung und Sicherung für die Handreinigung; bei fehlender oder unklarer Sicherung nicht beginnen.

  2. 02

    Beide Zugänge sichern

    Zutritt nach dem vereinbarten Absperrkonzept verhindern und Umleitung erhalten. Ein einzelnes Warnschild oder Flatterband ist keine ausreichende Zugangssperre. Arbeitsmittel außerhalb der freien Laufwege bereithalten.

  3. 03

    Lose Verschmutzung aufnehmen

    Papier, Sand und andere lose Partikel aus sicher erreichbaren Bereichen mit geeignetem Sauger oder Aufnahmehilfsmittel entfernen. Nicht in Kamm oder Seitenspalt hineinstochern. Besondere Kontamination gesondert klären.

  4. 04

    Obere und seitliche Flächen bearbeiten

    Freigegebene Handlaufabschnitte, Glasflächen, Verkleidungen und Sockel materialgerecht von oben nach unten reinigen. Flüssigkeit kontrolliert über Tuch oder Werkzeug aufbringen und Tropfen sofort aufnehmen.

  5. 05

    Tritt- und Stirnflächen reinigen

    Zugängliche Stufen oder Paletten nach dem freigegebenen Handverfahren bearbeiten. Passende Profilbürste beziehungsweise schonendes Werkzeug und nur die zulässige Feuchte verwenden. Gelösten Schmutz direkt aufnehmen; senkrechte Stirnflächen ausdrücklich berücksichtigen.

  6. 06

    Zugänge und Vorflächen abschließen

    Erreichbare Außenflächen am Übergang nach Vorgabe nacharbeiten. Metallplatten und angrenzenden Boden getrennt reinigen; keinen Schmutz in den Einlauf schieben. Verdeckte Abschnitte nur nach kontrollierter Umpositionierung und erneuter Sicherung weiterbearbeiten.

  7. 07

    Trocknung und Ergebnis kontrollieren

    Reinigungsmittelreste, gelösten Schmutz und Feuchtigkeit beseitigen. Alle beauftragten Abschnitte kontrollieren; Geräte, Tücher und sonstige Fremdkörper entfernen. Arbeitsmaterial außerhalb der Anlage reinigen und Schmutzwasser am vorgesehenen Ort entsorgen.

  8. 08

    Dokumentiert übergeben

    Anlagennummer, bearbeitete Bereiche, Verfahren und offene Mängel festhalten. Absperrung bis zum vereinbarten Freigabepunkt erhalten. Technische Kontrolle, Aufhebung der Sicherung und Wiederinbetriebnahme übernimmt die dafür beauftragte Person.

MASCHINELLE PROFILREINIGUNG

Die Maschine muss zum Stufenprofil passen.

Eine Spezialmaschine führt Bürsten und Flüssigkeitsaufnahme gezielt über das Profil. Passende Führungsteile, kontrollierter Flüssigkeitseintrag und funktionierende Absaugung sind entscheidend. Ein normaler Scheuersaugautomat erfüllt diese Aufgabe nicht.

Grundlagen der Hartbodenmaschinen →
Passform prüfen
Stufen- oder Palettenprofil, Arbeitsbreite und freigegebene Bürsten beziehungsweise Kämme abgleichen. Führungskämme am Reinigungsgerät nicht mit den Kammsegmenten der Fahrtreppe verwechseln.
Arbeitszustand übernehmen
Aufstellen, Betrieb, Versetzen und Abbau genau nach den geräte- und anlagenspezifischen Vorgaben. Keine Sicherheitskontakte überbrücken und keinen Anlagenlauf improvisieren.
Flüssigkeitsaufnahme überwachen
Passenden schaumarmen Reiniger verwenden. Bei mangelhafter Absaugung, Schaumbildung oder austretender Flüssigkeit den Vorgang nach Betriebsanweisung stoppen und Ursache klären.
Gesamten Auftrag kontrollieren
Breite, Randzonen und vollständigen Umlauf nach dem vorgesehenen Verfahren erfassen. Ein Gerät für Trittflächen reinigt nicht automatisch auch die senkrechten Setzstufen.

MATERIALVERTRÄGLICHKEIT

Aluminium, Handlauf und Glas getrennt beurteilen.

Material- und Reinigungsvorgaben heranziehen, auch für Beschichtungen und angrenzende Bauteile. Eine Probefläche kann sichtbare Veränderungen zeigen, ersetzt aber keine erforderliche Freigabe.

01

Aluminium & Aluminiumguss

Häufig an Stufen und Paletten. Geeigneten Reiniger und profilgerechte, schonende Mechanik verwenden; Beschichtung und farbige Einlagen mitprüfen.

Beachten: Starke Säuren und Laugen können das Material angreifen. Ein beliebiger alkalischer Grundreiniger ist deshalb keine sichere Standardwahl.

Zur Materialkunde →
02

Edelstahl & metallische Verkleidungen

Fingerabdrücke und haftenden Schmutz mit geeignetem Oberflächenreiniger aufnehmen. Bei geschliffenen Flächen in Schliffrichtung nacharbeiten.

Beachten: Keine Stahlwolle oder scheuernden Pads auf empfindlichen Oberflächen. Pflegeöle nicht auf Trittflächen, Handläufe oder Einlaufbereiche bringen.

Zur Materialkunde →
03

Handläufe aus Gummi oder Polyurethan

Handlaufmaterial feststellen. Passenden Handlaufreiniger oder ausdrücklich geeigneten milden Reiniger sparsam über ein Tuch aufbringen; nach Vorgabe rückstandsfrei nacharbeiten.

Beachten: Schwarz bedeutet nicht automatisch Gummi. Lösemittel, Alkohol und Desinfektionsmittel nur bei ausdrücklicher Materialeignung; keine beliebige Gummipflege verwenden.

Zur Materialkunde →
04

Glas & beschichtete Glasflächen

Glasreiniger passend zu Beschichtung, Folie und angrenzenden Dichtungen auswählen. Kleine Flächen bearbeiten und Tropfen sofort aufnehmen.

Beachten: Keine Reinigungslösung über Balustraden in das Stufenband laufen lassen. Schaber nicht ohne Prüfung der Glasoberfläche einsetzen.

Zur Materialkunde →
05

Kunststoff, Lack & Markierungen

Sockel, Blenden und farbige Stufenmarkierungen nach Freigabe reinigen. Weiche, saubere Tücher und geringe Feuchte einsetzen.

Beachten: Aggressive Reiniger und abrasive Werkzeuge können Glanz, Farbe oder Kennzeichnung verändern. Markierungen nicht abkratzen oder überdecken.

Zur Materialkunde →
06

Vorflächen aus Stein oder Keramik

Vor dem Einstieg den tatsächlichen Bodenbelag bestimmen. Sand und Reinigungsreste aufnehmen; die Vorfläche mit ihrem eigenen Verfahren abschließen.

Beachten: Metallreiniger nicht auf angrenzenden Stein verschleppen. Stufenreiniger und Bodenreiniger sind nicht automatisch austauschbar.

Zur Materialkunde →

HÄUFIG BERÜHRTE FLÄCHE

Handläufe sauber und griffig erhalten.

Kontaktflächen nach Nutzung und Hygieneplan reinigen. Der sichere Halt darf durch Rückstände oder ungeeignete Pflegemittel nicht beeinträchtigt werden.

  1. Material und Zustand prüfen. Gummi, Polyurethan und besondere Oberflächen unterscheiden. Risse, Klebrigkeit, Einschnürungen oder Ablösungen dokumentieren.
  2. Im gesicherten Stillstand reinigen. Erreichbaren Abschnitt mit geeigneter Lösung und sauberem Tuch bearbeiten. Nicht direkt in den Einlauf sprühen und kein Tuch um den Handlauf wickeln.
  3. Rückstände aufnehmen. Nach Produkt- und Handlaufvorgabe nacharbeiten und trocknen. Kein Silikon-, Öl- oder Glanzfilm; gebrauchte Tuchflächen rechtzeitig wechseln.
  4. Vollständigkeit abstimmen. Nicht nur die gerade sichtbare Strecke als gesamten Handlauf melden. Weitere Abschnitte kontrolliert durch die zuständige Person zugänglich machen lassen; vor erneuter Handarbeit wieder sichern.

Desinfektion: nur nach festgelegtem Anlass beziehungsweise Hygieneplan und mit materialgeeignetem Mittel, passendem Wirkspektrum und vorgeschriebener Einwirkzeit. Eine vorhandene UV-Anlage entfernt keinen Schmutzfilm und gehört nicht zur manuellen Wartung durch Reinigungskräfte.

REINIGER AUSWÄHLEN

Vier Produktarten für unterschiedliche Flächen.

Produktinformation, Sicherheitsdatenblatt und Freigaben beachten. Keine Mittel mischen; angesetzte Lösungen kennzeichnen. Die verlinkten Fachkapitel erklären die Mittelgruppen, nicht die Freigabe für eine konkrete Fahrtreppe.

ProduktartGeeigneter EinsatzGrenze
Spezialreiniger für FahrtreppenprofileFür freigegebene maschinelle Verfahren: schaumarm, zur Maschine passend und bei Aluminium mit entsprechender Materialeignung beziehungsweise Korrosionsschutz. Reinigungsleistung und zuverlässige Flüssigkeitsaufnahme müssen zusammenpassen.Keine pauschale Konzentration übernehmen. Dosierung und Nacharbeit richten sich nach dem konkreten Produkt, Gerät und Anlagenmaterial.
Materialgeeigneter HandlaufreinigerFür Hautfett und Schmutz auf dem jeweiligen Gummi- oder PU-Handlauf. Sparsam über das Tuch anwenden und Rückstände nach Vorgabe entfernen.Keine glänzenden oder rutschigen Pflegefilme. Bei Klebrigkeit, Aufquellen oder Farbübertrag Arbeit unterbrechen und Materialzustand klären.
Milder Oberflächen- / MetallreinigerFür freigegebene Verkleidungen, Sockel und sonstige Außenflächen. Reiniger zum Metall beziehungsweise zur Lackierung auswählen; zuerst mit schonender Methode arbeiten.Neutraler pH-Wert allein garantiert keine Verträglichkeit. Beschichtungen, Lösemittelanteile und mechanische Belastung mitbeurteilen.
Geeigneter GlasreinigerFür die jeweilige Balustradenverglasung oder andere freigegebene Glasflächen. Kontrolliert über Tuch oder Werkzeug aufbringen und ohne Tropfeintrag abnehmen.Folien, Kunststoffe und Dichtungen berücksichtigen. Keine Sprühnebel in Einläufe, elektrische Gehäuse oder Sicherheitseinrichtungen tragen.

Schaumarm bedeutet nicht automatisch aluminiumverträglich. Ein Spezialreiniger für Stufenprofile ist wiederum nicht automatisch für den Handlauf geeignet. Keine universellen Mischungsverhältnisse oder Einwirkzeiten übertragen.

ARBEIT UNTERBRECHEN UND MELDEN

Schäden und Störungen gezielt beschreiben.

Beschädigter Kamm oder Abweiser

Fundstelle dokumentieren und zuständige Stelle informieren. Nicht feilen, richten oder fehlende Teile selbst ersetzen. Die Entscheidung über weitere Nutzung liegt bei der befugten Stelle.

Fremdkörper im Spalt

Kein Nachstochern und kein Greifen in Einlauf, Kamm oder Seitenzwischenraum. Ein nicht sicher von außen entfernbarer Gegenstand wird an die Wartung übergeben.

Wasser, Schaum oder Ölaustritt

Reinigungsprozess stoppen, Bereich gesichert halten und mögliche Ursache melden. Bei Flüssigkeitseintrag in die Anlage keine bloße Fertigmeldung und keinen eigenen Probelauf durchführen.

Neue Geräusche oder unerwartete Bewegung

Gefahrenbereich verlassen und nach der betrieblichen Notfallanweisung handeln. Zuständige Stelle verständigen. Weiterarbeit erst nach geklärtem, erneut bestätigtem Arbeitszustand.

Hochdruck und Dampf sind keine Standardverfahren an der eingebauten Anlage.

Flüssigkeit, Druck und Wärme können in Spalte und technische Bauteile gelangen oder Materialien schädigen. Hartnäckige Reste gesondert beurteilen, statt Wassermenge oder Chemie beliebig zu erhöhen.

KONTROLLE UND DOKUMENTATION

Reinigung abschließen, Betriebsfreigabe übergeben.

  • Beauftragte Flächen und tatsächlich bearbeiteter Umfang eindeutig dokumentiert
  • Trittflächen, Zugangsplatten und Vorflächen frei von Reinigungsnässe, haftenden Rückständen und losem Schmutz
  • Handläufe sauber, trocken und ohne durch die Reinigung erzeugten glatten Pflegefilm
  • Keine Tücher, Werkzeuge, Fasern oder sonstigen Arbeitsmittel in oder an der Anlage zurückgelassen
  • Auffälligkeiten an Kämmen, Abweisern, Handläufen und Verkleidungen an die zuständige Stelle gemeldet
  • Absperrung und Sicherung bis zur vereinbarten Übergabe erhalten; technische Kontrolle und Wiederinbetriebnahme zugeordnet

Die Reinigungsdokumentation ersetzt keine technische Prüfung.

Die normale Außenreinigung endet an geschlossenen Verkleidungen und nicht sicher zugänglichen technischen Bereichen. Innere Reinigung, Demontage und Eingriffe in Antrieb oder Sicherheitseinrichtungen werden gesondert mit befugtem Fachpersonal geplant. Die Betriebsfreigabe erfolgt nach dem Betreiberverfahren durch die dafür beauftragte Person.

VERTIEFUNGEN

Passende Fachkapitel.

Fachliche Grundlagen

Für die Ausführung gelten die konkrete Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung sowie Anleitungen der Anlage, Reinigungsmaschine und verwendeten Produkte.

DGUV Information 208-028 · Fahrtreppen und Fahrsteige, insbesondere 5.8 und 6.3DGUV Regel 101-605 · Branche GebäudereinigungArbeitsschutzgesetzBetriebssicherheitsverordnungGefahrstoffverordnung