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REINIGUNGSABLAUF · 04Zwischen- & Grundreinigung
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REINIGUNGSABLAUF · 04.4

Grund-
reinigung

Sie beginnt dort, wo die Unterhaltsreinigung nicht mehr ausreicht. Hartnäckige Rückstände, verschmutzte Altfilme oder ein geplanter Pflege-Neustart verlangen Materialkenntnis, starke Organisation und einen kontrollierten Prozess.

DURCHFÜHRUNGSZEITPUNKTbei Bedarf in größeren Abständen oder vor einem neuen Pflegeaufbau
KERNlösen, aufnehmen, nachspülen
OPTIONPflegefilm vollständig neu aufbauen
Einscheibenmaschine auf einer teilweise grundgereinigten Bodenfläche
PRAXISBEISPIEL · KI-GENERIERT
Grundreinigung als kontrollierter Prozess

Maschine und Reiniger lösen den Altfilm; Aufnahme, Nachspülung und Trocknung entscheiden darüber, ob die Fläche tatsächlich sauber vorbereitet ist.

01

Definition und Ziel

Grundreinigung ist eine in größeren Abständen oder nach Zustand geplante Reinigungsart. Sie entfernt Rückstände, die im normalen Unterhalt nicht mehr wirtschaftlich oder fachgerecht beseitigt werden können.

ARBEITSDEFINITION

Bei einer Grundreinigung werden hartnäckige Verschmutzungen, Rückstände und – wenn vorgesehen – abgenutzte Pflegefilme mit abgestimmter Chemie, Mechanik und Maschinentechnik entfernt. Das Ergebnis ist entweder eine grundlegend gereinigte Oberfläche oder ein vorbereiteter Untergrund für einen neuen Pflegeaufbau.

Tiefenwirkung

Hartnäckige Verschmutzungen und Rückstände entfernen, die mit der laufenden Unterhaltsreinigung nicht mehr beherrscht werden.

Pflegefilm entfernen

Abgenutzte, vergilbte, verschmutzte oder mehrschichtige Pflegefilme vollständig und kontrolliert ablösen – wenn dies beauftragt und materialverträglich ist.

Oberfläche vorbereiten

Einen sauberen, rückstandsarmen und ausreichend trockenen Untergrund für die weitere Nutzung oder einen neuen Pflegeaufbau herstellen.

Werterhalt

Belastende Rückstände beseitigen und das zum Material passende Reinigungs- und Pflegekonzept wiederherstellen.

Sicherheit

Gleitfördernde Filme und Rückstände entfernen, ohne Rutschhemmung, Belag oder elektrische Sicherheit während der Arbeit zu gefährden.

Planbarer Neustart

Nach jahrelanger Pflege, falscher Dosierung oder ungleichmäßiger Optik einen definierten Ausgangszustand schaffen.

02

Wann – und welche Grundreinigung?

Nicht jede matte oder schmutzige Fläche braucht sofort eine aggressive Entschichtung. Erst der gewünschte Zielzustand bestimmt die richtige Variante.

01

Intensive Grundreinigung

Fest haftende Verschmutzungen werden mit abgestimmter Chemie und stärkerer Mechanik gelöst, ohne zwingend einen vorhandenen Pflegefilm vollständig zu entfernen.

02

Entschichtung

Alte, abgenutzte oder überpflegte Beschichtungen werden gezielt angelöst, mechanisch bearbeitet und mit der Schmutzflotte vollständig aufgenommen.

03

Grundreinigung mit Neuaufbau

Nach vollständiger Reinigung, Nachspülung und Trocknung wird ein zum Belag und zur Nutzung passendes Schutz- oder Pflegesystem neu aufgebaut.

04

Spezielle Intensivreinigung

Sanitär-, Küchen-, Werkstatt-, Stein- oder andere Bereiche werden mit einem materialspezifischen Verfahren grundlegend gereinigt.

TYPISCHE ANLÄSSE
  • Unterhaltsreinigung erzielt kein gleichmäßiges Ergebnis mehr
  • Pflegefilm ist abgenutzt, vergilbt oder stark verschmutzt
  • Überpflegung und klebrige Rückstände binden neuen Schmutz
  • Nutzungswechsel oder neuer Pflegeaufbau ist geplant
  • Hartnäckige Rückstände verlangen mehr Mechanik und Einwirkzeit
NICHT VERWECHSELN
  • Baureinigung nach Bau- oder Renovierungsarbeiten
  • Sanierung durch Schleifen, Versiegeln oder Austausch
  • Desinfektion zur gezielten Keimreduktion
  • Fleckentfernung als örtliche Sondermaßnahme
  • Normale gründliche Unterhaltsreinigung ohne Systemwechsel
03

Privat ist nicht gewerblich

Gewerblich bestimmen Fläche, Nutzungsausfall und Leistungsverzeichnis den Ablauf. Privat prägen Einrichtung, persönliche Erwartungen und viele kleine Detailflächen den Auftrag.

GEWERBLICHE GRUNDREINIGUNG

Systemwechsel mit Planung.

  • Belag, Quadratmeter, Möbelanteil, Ränder und Verfahren werden erfasst.
  • Leistungsverzeichnis trennt Reinigung, Entschichtung und Beschichtung.
  • Sperrzeiten, Nacht- oder Wochenendarbeit und Wiederbezug werden abgestimmt.
  • Maschinen-, Personal-, Wasser-, Strom- und Abwasserlogistik werden geplant.
  • Probefläche, Qualitätsziel und Abnahme werden dokumentiert.
PRIVATE GRUNDREINIGUNG

Individuelle Tiefe im bewohnten Umfeld.

  • Räume, Möbel, Kinder, Haustiere und empfindliche Gegenstände beeinflussen den Ablauf.
  • Der Kunde meint mit „Grundreinigung“ möglicherweise Boden, Küche, Bad oder die ganze Wohnung – deshalb jedes Detail klären.
  • Geruch, Lüftung, Zugänglichkeit und Trocknungszeiten müssen alltagstauglich abgestimmt werden.
  • Starke Chemie oder Maschinen sind nicht automatisch sinnvoller als ein materialschonender Intensivgang.
  • Zusatzarbeiten werden transparent nach Aufwand und nicht stillschweigend erledigt.
04

Planung und Probefläche

Die teuersten Fehler passieren meist vor dem ersten Maschinengang: falscher Belag, unbekannter Pflegefilm, zu wenig Zeit, kein Abwasserweg oder keine klare Entscheidung über die Nachpflege.

01

Belag identifizieren

Material, Hersteller, Alter, Aufbau, Fugen, werkseitige Oberfläche und mögliche Beschichtung feststellen.

02

Zustand erfassen

Verschmutzung, Pflegefilm, Kratzer, Verfärbungen, Schäden, lose Stellen, Wassersensibilität und bisherige Pflege dokumentieren.

03

Ziel definieren

Nur intensiv reinigen, vollständig entschichten, sanieren oder anschließend neu beschichten – nicht erst während der Arbeit entscheiden.

04

Probefläche anlegen

Chemie, Konzentration, Einwirkzeit, Pad oder Bürste, Mechanik, Farbveränderung und Rückstand an unauffälliger Stelle prüfen.

05

Fläche organisieren

Möbel, Kanten, Sockel, Türen, Aufzüge, Übergänge, Wasserentnahme, Abwasserweg, Strom, Lüftung und Absperrung planen.

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Zeitfenster sichern

Rüstzeit, Einwirkzeit, mehrere Bearbeitungsgänge, Nachspülen, Trocknung, Pflegeauftrag und Aushärtung realistisch berücksichtigen.

Vereinfachtes gewerbliches Beispiel – der konkrete Boden und Herstellerangaben haben Vorrang
PositionFestlegungWarum?Abnahme
BelagPVC mit altem PflegefilmSystem und Materialverträglichkeit bestimmenProbefläche freigegeben
UmfangEntschichten einschließlich RänderReinigungs- und Beschichtungsleistung trennenkeine sichtbaren Altfilm-Inseln
Nachspülungnach Produktsystem bis rückstandsarmHaftung des neuen Films sicherngleichmäßig benetzbar, nicht klebrig
Pflegefreigegebene Dispersion, definierte SchichtzahlNutzung und Pflegekonzept wiederherstellengleichmäßige Optik nach Trocknung
Sperrzeitbis zur ausreichenden Trocknung/AushärtungFußspuren und Filmschäden vermeidenFreigabe durch Verantwortliche
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Material entscheidet

Die gleiche Verschmutzung kann auf zwei Belägen völlig unterschiedliche Verfahren verlangen. Oberfläche, Fuge, Nutzschicht und vorhandene Pflege sind gemeinsam zu beurteilen.

01

PVC & CV

Belagsart, werkseitige Vergütung, alte Beschichtung und Herstellerfreigabe prüfen. Nicht jede moderne Oberfläche soll regelmäßig entschichtet werden.

02

Linoleum

Alkalität, Einwirkzeit und Nässe besonders kontrollieren. Falsche Produkte oder zu lange Flottenwirkung können Belag und Oberfläche dauerhaft verändern.

03

Elastomer/Kautschuk

Belags- und herstellerspezifisch arbeiten. Pflegefilm, werkseitige Oberfläche und tatsächlicher Bedarf müssen vor der Pad- und Chemiewahl geklärt sein.

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PU-vergütete Beläge

Nicht automatisch mit starkem Grundreiniger und aggressivem Pad entschichten. Reinigung, Sanierung oder Neuversiegelung sind unterschiedliche Maßnahmen.

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Natur- & Kunststein

Mineralogie, Säureempfindlichkeit, Porosität, Fugen und vorhandene Imprägnierung berücksichtigen. Testfläche und Fachkenntnis sind Pflicht.

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Keramik & Feinsteinzeug

Mikroporen, Fugen, Rutschhemmung und Rückstände beachten. Zu viel Tensid oder unvollständiges Nachspülen kann erneut Schmutz binden.

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Holz & Kork

Keine klassische Nassentschichtung ohne freigegebenes System. Wasser, Alkalität, Kanten und Oberflächenbehandlung begrenzen das Verfahren stark.

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Textile Beläge

Sprühextraktion, Shampoonierung oder andere textile Grundreinigungsverfahren werden eigenständig geplant; Trocknung, Flecken und Wiederanschmutzung beachten.

06

Mittel, Maschinen und Pads

Grundreiniger und Maschine wirken als System. Die stärkste Kombination ist selten die beste – entscheidend ist die kleinste wirksame Belastung für das Material.

01

Grund- & Intensivreiniger

Produkt nach Belag, Rückstand und Pflegefilm auswählen; vorgeschriebene Verdünnung, Temperatur, Einwirkzeit und PSA einhalten.

02

Einscheibenmaschine

Für viele Hartboden-Grundreinigungen wird eine Low-Speed-ESM verwendet, häufig etwa 140–200 min⁻¹. Gewicht, Treibteller, Bürste oder Pad müssen zum System passen.

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Pad oder Bürste

Nicht allein nach einer vermeintlich universellen Padfarbe auswählen. Herstellerfreigabe, Abrasivität, Oberfläche, Pflegefilm und Probefläche entscheiden.

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Wassersauger

Gelöste Schmutz- und Grundreinigerflotte zügig aufnehmen. Gerät, Schläuche und Sauglippen müssen für Nassbetrieb geeignet und geprüft sein.

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Rand- & Handwerkzeuge

Randmaschine, Handpadhalter, Fugenbürste, Spachtel oder geeignete Schaber bearbeiten Stellen, die die Hauptmaschine nicht erreicht.

06

Dosier- & Prüfmittel

Dosierhilfe, Messbecher, Timer und bei verfahrensbedingtem Bedarf pH-Prüfung unterstützen einen reproduzierbaren Prozess.

Einscheibenmaschine, Nasssauger und verschieden abrasive Bodenpads an einer Probefläche
DETAIL · KI-GENERIERT
Pad, Maschine und Probefläche zusammen denken

Die Padfarbe allein ist keine Freigabe: Abrasivität, Maschine, Drehzahl, Belag und Herstellerangaben müssen zum Verfahren passen.

07

Der vollständige Arbeitsablauf

Grundreinigung ist ein kontrollierter Flottenprozess. Lösen allein genügt nicht: Gelöster Schmutz und Altfilm müssen aus der Fläche heraus, bevor der Boden trocknet.

  1. 01

    Auftrag freigeben

    Leistungsumfang, Zielzustand, Belag, Pflegeaufbau, Zeitfenster, Sperrung und Verantwortung mit dem Kunden bestätigen.

  2. 02

    Bereich räumen und schützen

    Bewegliche Einrichtung entfernen, verbleibende Bauteile schützen, Übergänge abkleben und Arbeitsbereich gegen Zutritt sichern.

  3. 03

    Trocken vorreinigen

    Losen Schmutz, Sand und Partikel vollständig aufnehmen. Sie würden sonst wie Schleifmittel wirken oder die Reinigungsflotte unnötig belasten.

  4. 04

    Probefläche bewerten

    Das geplante System unter realen Bedingungen testen. Bei Schäden, unzureichender Wirkung oder unbekannter Reaktion nicht einfach stärker werden.

  5. 05

    Flotte korrekt ansetzen

    Produkt und Wasser nach Herstellerangabe dosieren, geeignete PSA tragen und nur die benötigte Menge bereitstellen.

  6. 06

    Abschnittsweise vorlegen

    Reinigungsflotte gleichmäßig auftragen, Einwirkzeit ermöglichen und Antrocknen verhindern. Fläche nicht unkontrolliert überfluten.

  7. 07

    Mechanisch bearbeiten

    Mit passender Maschine, Bürste oder Pad in überlappenden Bahnen arbeiten; Ränder und Ecken separat erfassen.

  8. 08

    Schmutzflotte aufnehmen

    Gelöste Rückstände vollständig absaugen, bevor sie antrocknen oder in bereits bearbeitete Bereiche zurückgetragen werden.

  9. 09

    Nachspülen

    Verfahrens- und produktspezifisch mit sauberem Wasser oder vorgesehener Nachbehandlung arbeiten, bis störende Produkt- und Schmutzreste entfernt sind.

  10. 10

    Ergebnis prüfen

    Ränder, Ecken, Altfilmreste, Klebrigkeit, Farbton, Belagszustand und gleichmäßige Benetzung kontrollieren; bei Bedarf fachgerecht wiederholen.

  11. 11

    Vollständig trocknen

    Boden erst nach ausreichender Trocknung freigeben oder beschichten. Restfeuchte kann Haftung, Optik und Haltbarkeit des Neuaufbaus beeinträchtigen.

  12. 12

    Nachpflege oder Übergabe

    Freigegebenes Pflegesystem aufbauen oder die gereinigte Fläche sicher übergeben; Material, Chargen, Zeiten, Abweichungen und Schäden dokumentieren.

PROZESSKETTEprüfenvorlegenlösenaufnehmennachspülentrocknen
Wer nur schrubbt, löst den Schmutz. Wer sauber absaugt und nachspült, entfernt ihn tatsächlich aus der Fläche.
08

Nach der Reinigung: Pflegeaufbau

Nicht jede Grundreinigung endet mit einer Beschichtung. Wenn ein neuer Pflegefilm vorgesehen ist, beginnt nach der Reinigung ein eigener, ebenso empfindlicher Prozess.

01

Geeignetes System

Belag, Nutzung, Rutschhemmung, Optikwunsch, Reinigungsplan und Herstellerfreigabe bestimmen, ob und womit beschichtet wird.

02

Sauberer Untergrund

Kein Altfilm, keine Reinigerreste, kein Staub, keine Randverschmutzung und keine störende Restfeuchte dürfen den Auftrag beeinträchtigen.

03

Klima und Trocknung

Temperatur, Luftfeuchte, Lüftung, Schichtdicke und Trockenzeit nach Produktvorgabe einhalten. Zugluft und direkte Wärme können ungleichmäßig trocknen.

04

Schichten sauber aufbauen

Vorgesehene Auftragsmenge, Richtung und Zwischentrocknung einhalten. Zu dicke oder zu frühe Folgeaufträge führen zu Schäden.

05

Fläche sperren

Nicht nur „oberflächentrocken“ beurteilen. Die Fläche erst entsprechend der Herstellervorgabe belasten, möblieren und in die Unterhaltsreinigung übergeben.

06

Folgepflege festlegen

Ein neuer Film braucht ein abgestimmtes Unterhalts-, Flecken- und Zwischenreinigungskonzept, sonst beginnt die Überpflegung erneut.

09

Sicherheit, Gesundheit und Umwelt

Die DGUV nennt für Grundreinigungen insbesondere Rutsch-, Gefahrstoff-, Feuchtarbeits-, Elektro-, Transport- und Maschinenrisiken. Die Schutzmaßnahmen ergeben sich aus Produkt, Verfahren und Objekt.

01

Rutschgefahr

Reinigungsflotte macht Böden extrem glatt. Abschnittsweise arbeiten, Zutritt verhindern, Warnkennzeichnung aufstellen und rutschhemmendes, feuchtigkeitsdichtes Schuhwerk nutzen.

02

Chemische Gefährdung

Grundreiniger können Haut und Augen schwer schädigen. Betriebsanweisung, Sicherheitsdatenblatt, Korbbrille, geeignete Chemikalienschutzhandschuhe und Körperschutz richten sich nach dem Produkt.

03

Elektrischer Strom

Nur geeignete und geprüfte Nassreinigungsgeräte verwenden. Kabel, Steckverbindungen und die vorgesehene Schutztechnik vor Flottenkontakt und Beschädigung schützen.

04

Maschinenbewegung

ESM sicher führen, Kabel aus dem Arbeitsweg halten und Werkzeugwechsel nur bei unterbrochener Stromzufuhr beziehungsweise gegen Einschalten gesichert durchführen.

05

Heben und Tragen

Maschinen, Sauger und Einrichtung mit Transporthilfen oder zu zweit bewegen. Treppen, Schwellen und Aufzüge vorab planen.

06

Dämpfe und Lüftung

Gefahrstoffarme Alternativen bevorzugen und Räume nach Produktvorgabe lüften. Sprühnebel vermeiden; Atemschutz ist keine pauschale Ersatzlösung für ein schlechtes Verfahren.

SCHMUTZFLOTTE
Abwasserweg vor Arbeitsbeginn klären.

Gelöste Pflegefilme, konzentrierte Reiniger und besondere Verunreinigungen nicht ungeprüft in Regenwasserabläufe, Hofgullys, Boden oder Gewässer geben. Produktinformation, betriebliche Vorgaben und örtliche Entsorgungsregeln beachten.

10

Qualität, Fehler und Startcheck

Eine Grundreinigung ist erst fertig, wenn Altfilm und Schmutz im vereinbarten Umfang entfernt, der Untergrund rückstandsarm und trocken sowie der neue Pflegeaufbau – falls beauftragt – sicher nutzbar ist.

01

Fläche

Keine klebrigen Zonen, Schmutzschlieren, deutlichen Altfilm-Inseln oder unbearbeiteten Laufstraßen im vereinbarten Bereich.

02

Ränder

Ecken, Sockelanschlüsse, Türbereiche, Übergänge und maschinell schwer erreichbare Stellen gezielt kontrollieren.

03

Material

Keine neuen Verfärbungen, Quellungen, offenen Fugen, Kratzer oder gelösten Oberflächen durch das Verfahren.

04

Neuaufbau

Gleichmäßige Optik, keine Fußspuren, Ansätze, eingeschlossenen Partikel, Schaumbildung oder unzureichend getrocknete Schichten.

01

Grundreinigung versprechen, ohne Belag und vorhandenes Pflegesystem zu kennen.

02

Mit stärkerer Chemie oder aggressiverem Pad eine fehlgeschlagene Probefläche erzwingen.

03

Zu große Flächen vorlegen und den Reiniger antrocknen lassen.

04

Schmutzflotte nur verteilen, statt sie vollständig mit einem geeigneten Nasssauger aufzunehmen.

05

Ränder, Ecken, Sockel und Übergänge beim Hauptgang vergessen.

06

Nicht ausreichend nachspülen und dadurch Reiniger- oder Altfilmreste zurücklassen.

07

Pflegefilm auf feuchten, alkalischen oder noch verschmutzten Untergrund auftragen.

08

Fläche zu früh freigeben und Trocken- oder Aushärtungszeiten ignorieren.

09

Abgenutzten oder beschädigten Belag mit einer Reinigung optisch wie neu versprechen.

10

Schmutzflotte ungeprüft in Hofabläufe, Regenwasserkanäle oder ins Freie entsorgen.

VOR DEM START

Die zwölf Pflichtfragen

  • Welcher Belag und welche Oberfläche?
  • Welche Verschmutzung oder welcher Pflegefilm?
  • Welche Vorschäden sind sichtbar?
  • Intensivreinigung oder Entschichtung?
  • Ist eine neue Beschichtung beauftragt?
  • Welche Probefläche wurde freigegeben?
  • Welche Chemie, Dosierung und Einwirkzeit?
  • Welche Maschine, Bürste oder welches Pad?
  • Welche PSA und Absperrung?
  • Woher kommen Wasser und sicherer Strom?
  • Wohin darf die Schmutzflotte?
  • Wie lange bleiben Fläche und Objekt gesperrt?

FACHLICHE GRUNDLAGEN

Vorgaben vor dem Einsatz prüfen

Gefährdungsbeurteilung, Betriebsanweisung, Sicherheitsdatenblatt, Herstellerfreigabe und das konkrete Leistungsverzeichnis bleiben verbindlich.
Quellen der Praxisergänzung geprüft am 20.09.2026. Für den Einsatz die aktuelle produkt- und objektspezifische Vorgabe heranziehen.

DGUV Regel 101-605 · Kapitel GrundreinigungDGUV Regel 101-019 · Reinigungs- und PflegemittelBAuA · TRGS 401 – Gefährdung durch HautkontaktDr. Schutz · Grundreiniger R, Produktinformation 25.01.2024, Abschnitte 1–2