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STOFFKATALOG · KATEGORIE 01

Was reinigt wirklich?

Nicht der Werbename entscheidet, sondern die Chemie. Hier findest du die beruflich relevanten Stofffamilien mit genauer Bezeichnung, Formel oder ehrlichem Gemisch-Hinweis, typischem pH-Umfeld und praktischer Aufgabe.

WICHTIG

„Sämtliche Stoffe“ kann chemisch keine abgeschlossene Weltliste sein. Handelsprodukte enthalten Kettenlängen, Homologe (ähnliche Moleküle einer Stoffreihe), Salze und firmeneigene Mischungen. Dieser Katalog erfasst deshalb die für professionelle Reinigung relevanten Familien und nennt einzelne Moleküle dort exakt, wo tatsächlich ein einzelner Stoff vorliegt.

ERST DIE FAMILIE · DANN DER NAME

„Kokostensid“ reicht nicht.

Der Wortteil „Coco“ weist meist auf eine Fettsäure- oder Fettalkoholmischung aus Cocos-Rohstoffen hin. Er sagt allein weder Ladung noch Säurestabilität voraus.

ANIONISCHNatrium-Cocoat

Seifengemisch. Im Sauren entstehen freie Fettsäuren; Trübung und Wirkungsverlust sind möglich.

NICHTIONISCHCoco-Glucosid

Alkylpolyglucosid. Häufig in breiterem pH-Bereich einsetzbar – genaue Produktfreigabe zählt.

AMPHOTERCocamidopropylbetain

Betain-Tensid. Kann in sauren Formulierungen arbeiten; seine Ladungsverteilung ändert sich mit dem pH-Wert.

ANIONISCHNatrium-Cocosulfat

Gemisch sulfatierter Cocos-Fettalkohole. Es ist weder Seife noch Glucosid und verhält sich entsprechend anders.

01

LADUNG · KETTE · KOPFGRUPPE

Tenside.

Die Ladung des wasserliebenden Molekülteils ist die erste sinnvolle Sortierung. Danach folgen chemische Kopfgruppe, Alkylkette, Ethoxylierungsgrad und Formulierung.

Anionische Tenside

Der wasserliebende Teil trägt in der Anwendung eine negative Ladung. Sie benetzen und reinigen häufig kräftig, können aber mit kationischen Stoffen unwirksame Verbände bilden.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Seife · Natrium-Cocoat

Natriumsalze einer Cocos-Fettsäure-Kettenmischung

Gemisch · R–COO⁻ Na⁺alkalisch

Seifentensid für Emulgierung und Fettablösung. Im Sauren werden freie Fettsäuren gebildet.Coco bezeichnet hier keine einzelne Fettsäure.

Seife · Natriumlaurat

Natriumdodecanoat; Natriumsalz der Laurinsäure

C₁₂H₂₃NaO₂alkalisch

Emulgiert Fett und benetzt. In saurer Lösung entsteht schwerer lösliche freie Fettsäure.Seife ist deshalb kein säurestabiles ‚Kokostensid‘.

Seife · Natriumoleat

Natrium-(9Z)-octadec-9-enoat; Natriumsalz der Ölsäure

C₁₈H₃₃NaO₂alkalisch

Klassische Seife mit guter Fett- und Schmutzemulgierung; empfindlich gegen Säure und hartes Wasser.

Fettalkoholsulfat · SLS

Natriumdodecylsulfat; auch Natriumlaurylsulfat

C₁₂H₂₅NaO₄Sneutral bis alkalisch

Stark benetzendes und schäumendes anionisches Tensid in Reinigungs- und Spezialformulierungen.

Natrium-Cocosulfat

Natriumsalze sulfatierter Cocos-Fettalkohole mit mehreren Kettenlängen

Gemisch · R–OSO₃Naneutral bis alkalisch

Anionisches Netz- und Schaumtensid. Trotz ‚Coco‘ chemisch deutlich von Natrium-Cocoat und Coco-Glucosid verschieden.

Alkylethersulfat · SLES

Natriumlaurylethersulfat; ethoxyliertes C₁₂–C₁₄-Alkylsulfat

R–(OCH₂CH₂)ₙ–OSO₃Namild sauer bis alkalisch

Gute Benetzung und Schaumbildung. Der Ethoxylierungsgrad n und die Kettenmischung bestimmen das Verhalten.SLES ist ein Homologengemisch, kein einziges Molekül.

LAS

Lineares Natrium-C₁₀–C₁₃-alkylbenzolsulfonat; Beispiel Natriumdodecylbenzolsulfonat

z. B. C₁₈H₂₉NaO₃Ssauer bis alkalisch

Leistungsfähiges Netz- und Waschtensid, besonders in Wasch- und alkalischen Reinigersystemen.

Sekundäres Alkansulfonat · SAS

Natrium-C₁₃–C₁₇-sek-alkansulfonat

R–CH(SO₃Na)–R′breiter Bereich

Benetzung, Fettablösung und Schaum in Haushalts-, Industrie- und institutionellen Reinigern.

Alpha-Olefinsulfonat · AOS

Natrium-C₁₄–C₁₆-olefinsulfonat; Gemisch aus Alken- und Hydroxyalkansulfonaten

Gemisch · R–SO₃Nabreiter Bereich

Gute Benetzung und Schaumbildung; kann in sauren und alkalischen Systemen eingesetzt werden, wenn die Rezeptur freigegeben ist.

Methylestersulfonat · MES

Natriumsalz sulfonierter Fettsäuremethylester

R–CH(SO₃Na)–COOCH₃neutral bis alkalisch

Waschaktives anionisches Tensid, vor allem in Waschmitteln und pulverförmigen Systemen.

Sulfosuccinat

Salze von Alkyl- oder Alkylethersulfosuccinaten; Beispiel Dinatriumlaurethsulfosuccinat

variabel · Sulfosuccinat-Gerüstmild sauer bis neutral

Benetzung und Schaummodifikation; eher Spezial- und milde Formulierungen als schwere Grundreinigung.

Alkylphosphat

Mono- und Dialkylphosphat-Salze, zum Beispiel Kaliumcetylphosphat

(RO)₁–₂P(O)(O⁻)₂–₁produktabhängig

Netz-, Emulgier- und teilweise Korrosionsschutzeffekt in Spezialformulierungen.

Nichtionische Tenside

Sie besitzen keine dauerhafte elektrische Ladung. Viele Fettalkoholethoxylate und Alkylpolyglucoside sind gute Fett- und Netzmittel für saure, neutrale oder alkalische Systeme.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Fettalkoholethoxylat · C₉–C₁₁ Pareth-6

Ethoxyliertes lineares C₉–C₁₁-Alkoholgemisch mit ungefähr 6 EO-Einheiten

R–(OCH₂CH₂)₆–OHsauer bis alkalisch

Schnelle Benetzung und Fettablösung in Hartflächen- und Industriereinigern.Trübungspunkt und Herstellerfenster beachten.

Fettalkoholethoxylat · C₁₂–C₁₅ Pareth-7

Ethoxyliertes C₁₂–C₁₅-Fettalkoholgemisch mit ungefähr 7 EO-Einheiten

R–(OCH₂CH₂)₇–OHsauer bis alkalisch

Fettlösendes nichtionisches Tensid in Universal-, Grund- und Waschreinigern.

Decylglucosid

C₈–C₁₀-Alkylpolyglucosid · APG

C₁₆H₃₂O₆ (Leitstruktur)breiter Bereich

Nichtionische Benetzung und Schmutzablösung; kann in sauren Sanitärformulierungen vorkommen.Technisches Produkt enthält mehrere Kettenlängen und Glucosidgrade.

Caprylyl/Capryl Glucoside

C₈–C₁₀-Alkylpolyglucosid mit kurzer Alkylkettenmischung

Gemisch · R–O–(Glucose)ₙbreiter Bereich

Netz- und Lösungsvermittler in wasserbasierten Formulierungen; kann Duft- oder Ölbestandteile solubilisieren.

Laurylglucosid

C₁₂–C₁₆-Alkylpolyglucosid · APG

variabel · R–O–(Glucose)ₙbreiter Bereich

Benetzung, Dispergierung und Schaumaufbau; Rezepturstabilität statt Marketingname prüfen.

Coco-Glucosid

Alkylpolyglucosid aus einer Cocos-Fettalkohol-Kettenmischung

Gemisch · R–O–(Glucose)ₙbreiter Bereich

Nichtionisches ‚Coco-Tensid‘ für Benetzung und Schaum. Es ist chemisch keine Seife und kein Sulfat.

EO/PO-Blockcopolymer

Poly(ethylenoxid)-block-poly(propylenoxid), zum Beispiel Poloxamere

HO–(EO)ₐ–(PO)ᵦ–(EO)ₐ–Hbreiter Bereich

Schaumarme Benetzung und Dispergierung, unter anderem in Maschinen- und Spezialreinigern.

Fettsäurealkanolamid

Zum Beispiel Cocamid MEA; Ethanolamid einer Cocos-Fettsäuremischung

Gemisch · R–CO–NH–CH₂CH₂OHneutral bis alkalisch

Schaum- und Viskositätsunterstützung. In professionellen Reinigern nur produktbezogen einordnen.

Sorbitanester

Zum Beispiel Sorbitanmonolaurat · Sorbitan laurate

C₁₈H₃₄O₆produktabhängig

Emulgator und Netzmittel in Spezialformulierungen; nicht typisch als alleiniger Hauptreiniger.

Amphotere und pH-abhängige Tenside

Ihre Ladung kann sich mit dem pH-Wert verändern. Genau deshalb können geeignete Betaine, Sultaine und Aminoxide in unterschiedlichen Milieus eingesetzt werden.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Cocamidopropylbetain · CAPB

Amidopropylbetain aus einer Cocos-Fettsäure-Kettenmischung

Gemisch · R–CO–NH–(CH₂)₃–N⁺(CH₃)₂–CH₂COO⁻sauer bis alkalisch

Schaum, Benetzung und Verträglichkeit in gemischten Tensidsystemen; in sauren Reinigern möglich.Die Ladungsverteilung ändert sich mit dem pH-Wert.

Laurylbetain

N-Dodecyl-N,N-dimethylglycin

C₁₆H₃₃NO₂sauer bis alkalisch

Amphoteres Netz- und Schaumtensid; produktbezogene pH-Freigabe beachten.

Natriumcocoamphoacetat

Imidazolin-abgeleitetes Amphoacetat aus Cocos-Fettsäuren

technisches Gemischbreiter Bereich

Mildes amphoteres Tensid und Lösungsvermittler; kann mit anderen Tensidklassen kombiniert werden.

Cocamidopropylhydroxysultain

Sultain aus einer Cocos-Fettsäure-Kettenmischung

technisches Gemischbreiter Bereich

pH-robustes Schaum- und Netzmittel für saure bis alkalische Formulierungen.

Lauraminoxid

Dodecyldimethylamin-N-oxid

C₁₄H₃₁NOpH-abhängige Ladung

Fettablösung, Benetzung und Schaum. Im Sauren stärker kationisch, bei höherem pH zwitterionisch beziehungsweise nichtionisch wirkend.

Cocaminoxid

Alkyldimethylaminoxide mit Cocos-Kettenverteilung

Gemisch · R–N⁺(CH₃)₂O⁻pH-abhängige Ladung

Schaumverstärkung und Fettablösung in sauren, neutralen oder alkalischen Systemen nach Rezepturprüfung.

Kationische Tenside

Sie tragen eine positive Ladung und binden stark an Oberflächen. Einige quartäre Ammoniumverbindungen sind Wirkstoffe zugelassener Biozidprodukte. Das macht sie nicht automatisch zu guten Schmutzlösern.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Benzalkoniumchlorid · BAC

Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid; meist C₁₂–C₁₆-Homologengemisch

[C₆H₅CH₂N(CH₃)₂R]Clbreiter Bereich

Kationisch oberflächenaktiv; je nach zugelassenem Produkt auch Biozidwirkstoff.Nicht mit anionischen Tensiden mischen. Desinfektion nur nach Zulassung und Vorgabe.

Didecyldimethylammoniumchlorid · DDAC

N-Decyl-N,N-dimethyldecan-1-aminiumchlorid

C₂₂H₄₈ClNbreiter Bereich

Kationischer Biozidwirkstoff und Oberflächenstoff in zugelassenen Produkten; kein pauschaler Ersatz für Reinigung.

Cetrimoniumchlorid

Hexadecyltrimethylammoniumchlorid

C₁₉H₄₂ClNbreiter Bereich

Kationisches Tensid mit antistatischen und oberflächenbindenden Eigenschaften; eher Spezialanwendung.

Esterquat

Quaternäre Ammoniumverbindungen mit Esterbindungen und langen Alkylketten

technisches Gemischmild sauer

Vor allem weichmachende oder pflegende Wirkung, nicht primär starke Schmutzablösung.

FUN FACT · DUSCHGEL & CO.

Der gleiche Name macht noch nicht das gleiche Produkt.

SLES, Coco-Glucosid oder Cocamidopropylbetain können auch in Duschgel stehen. Im professionellen Reiniger treffen sie aber auf andere Konzentrationen, Säuren, Laugen, Lösemittel, Builder und Verschmutzungen. Die INCI-Zeile zeigt einen Stoffnamen – nicht die gesamte Leistung und schon gar keine Materialfreigabe.

GRUNDLAGENKAPITELMizellen, Tensidarten, Seifenfehler und Entsorgung verstehen
02

MINERALISCHE VERSCHMUTZUNGEN

Säuren.

Säuren liefern Protonen und reagieren unter anderem mit Carbonaten. Säurestärke, Konzentration, Materialangriff und Giftigkeit sind getrennte Eigenschaften.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Zitronensäure

2-Hydroxypropan-1,2,3-tricarbonsäure

C₆H₈O₇sauer

Kalklösung und Komplexierung in geeigneten Sanitär- und Entkalkungsprodukten.

Amidosulfonsäure

Sulfamidsäure · Sulfamic acid

NH₂SO₃Hsauer

Leistungsfähige Entkalkung mit geringer Flüchtigkeit; Material- und Produktfreigabe beachten.

Phosphorsäure

Orthophosphorsäure

H₃PO₄sauer

Mineralische Ablagerungen und Rostansätze in geeigneten professionellen Formulierungen.

Milchsäure

2-Hydroxypropansäure

C₃H₆O₃sauer

Kalklösung und pH-Einstellung; auch in ausgewählten desinfizierenden Formulierungen.

Methansulfonsäure

Methanesulfonic acid · MSA

CH₄O₃Sstark sauer

Spezial-Entkalkung und mineralische Ablagerungen; ausschließlich formuliert und materialgeprüft einsetzen.

Salzsäure

Wässrige Chlorwasserstofflösung

HCl(aq)stark sauer

Aggressive mineralische Reinigung in engen Spezialanwendungen; hohe Korrosions- und Gasgefahr bei Fehlmischung.

Salpetersäure

Nitric acid

HNO₃stark sauer · oxidierend

Industrielle Spezialreinigung und Passivierung nach festgelegtem Verfahren; keine allgemeine Gebäudereinigung.

Flusssäure

Wässrige Fluorwasserstofflösung

HF(aq)sauer · hochgefährlich

Extremer Spezialstoff mit schwerer systemischer Giftwirkung und Glasangriff; kein normaler Gebäudereiniger.

GRUNDLAGENKAPITELSäurewirkung, pKₛ, Materialien, Sicherheit und Umwelt
03

FETT · EIWEISS · ORGANISCHE FILME

Laugen und Alkalien.

Alkalische Stoffe stellen Hydroxidionen bereit oder erhöhen den pH-Wert auf anderem Weg. Milde Salze und stark ätzende Laugen gehören nicht in dieselbe Risikoklasse.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Natriumhydrogencarbonat

Natriumbicarbonat · Natron

NaHCO₃mild alkalisch

Puffer, Geruchsbindung und milde Reinigungsunterstützung.

Natriumcarbonat

Soda · Dinatriumcarbonat

Na₂CO₃alkalisch

Wasserenthärtung, Fett- und Schmutzablösung in Wasch- und Grundreinigern.

Natriummetasilikat

Dinatriummetasilikat; häufig als Hydrat

Na₂SiO₃ · xH₂Ostark alkalisch

Builder, Alkalität, Dispergierung und Korrosionsschutz in kräftigen Reinigern.

Natriumhydroxid

Ätznatron in Wasser · Natronlauge

NaOHstark alkalisch

Verseifung und Abbau hartnäckiger organischer Verschmutzungen; stark ätzend.

Kaliumhydroxid

Ätzkali in Wasser · Kalilauge

KOHstark alkalisch

Starke Alkalität und Verseifung in flüssigen Spezialreinigern; stark ätzend.

Ammoniak

Ammoniak in Wasser; Gleichgewicht mit Ammonium

NH₃(aq) ⇌ NH₄⁺ + OH⁻alkalisch · flüchtig

Fett- und Filmablösung sowie pH-Einstellung; Dampf- und Gewässerrisiken beachten.

Monoethanolamin · MEA

2-Aminoethan-1-ol

C₂H₇NOalkalisch

pH-Einstellung, Fettablösung und Lösungsvermittlung in formulierten Reinigern.

Kaliumcarbonat

Dikaliumcarbonat

K₂CO₃alkalisch

Lösliche Alkalitätsquelle in Flüssig- und Spezialreinigern.

GRUNDLAGENKAPITELBasenstärke, Verseifung, Ammoniak, Materialien und Sicherheit
04

POLAR · UNPOLAR · FLÜCHTIG

Lösemittel.

Lösemittel lösen oder verteilen andere Stoffe, ohne sie zwingend chemisch umzubauen. Polarität, Verdunstung, Flammpunkt und Materialverträglichkeit bestimmen den Einsatz.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Wasser

Oxidan · H₂O

H₂OpH produktabhängig

Wichtigstes anorganisches Lösemittel und Träger vieler Reinigungsprodukte.

Ethanol

Ethanol · Ethylalkohol

C₂H₆Oneutral formuliert

Schnelle Verdunstung, Fettfilm- und Tintenlösung; entzündbar.

2-Propanol · IPA

Propan-2-ol · Isopropanol

C₃H₈Oneutral formuliert

Fettfilm, Klebstoff- und Tintenreste sowie schnelles Trocknen; entzündbar.

Aceton

Propan-2-on

C₃H₆Oneutral

Starkes, schnell verdunstendes Speziallösemittel; greift viele Kunststoffe, Lacke und Beschichtungen an.

2-Butoxyethanol

2-Butoxyethan-1-ol · Butylglykol

C₆H₁₄O₂breit formulierbar

Glykoläther für Fett, Harz und Film in Grund- und Industriereinigern; Exposition beachten.

1-Methoxy-2-propanol

Propylenglykolmonomethylether · PGME

C₄H₁₀O₂breit formulierbar

Lösungsvermittler und Lösemittel in Oberflächen- und Spezialreinigern.

Ethylacetat

Ethylethanoat · Essigsäureethylester

C₄H₈O₂neutral

Klebstoff-, Lack- und Harzreste in Spezialverfahren; stark entzündbar und materialkritisch.

D-Limonen

(R)-1-Methyl-4-(prop-1-en-2-yl)cyclohex-1-en

C₁₀H₁₆unpolar · produktabhängig

Terpenlösemittel für Fett, Klebstoff und Harz; kann sensibilisieren und Gewässer belasten.

Isoparaffine

Verzweigte gesättigte Kohlenwasserstoffgemische

Gemisch · CₙH₂ₙ₊₂unpolar

Fett-, Wachs- und Klebstofflösung; Flammpunkt und Materialverträglichkeit beachten.

Dibasische Ester · DBE

Gemisch aus Dimethylsuccinat, Dimethylglutarat und Dimethyladipat

C₆H₁₀O₄ / C₇H₁₂O₄ / C₈H₁₄O₄neutral

Langsamer verdunstendes Speziallösemittel für Beschichtungen, Harze und hartnäckige Rückstände.

GRUNDLAGENKAPITELPolarität, Stoffklassen, Materialrisiken, VOC und Entsorgung
05

ENZYME · MIKROORGANISMEN

Bioaktive Systeme.

Bioaktiv bedeutet: Die Wirkung beruht auf einem biologischen Katalysator oder einem lebenden System. Das ist nicht dasselbe wie biobasiert und erst recht nicht dasselbe wie biozid.

ENZYMWerkzeug ohne Stoffwechsel

Ein Protein spaltet ganz bestimmte Bindungen. Es lebt und vermehrt sich nicht.

MIKROORGANISMUSLebendes System

Stamm, Keimzahl, Feuchte, Temperatur und verfügbare Nahrung entscheiden.

BIOZIDGegen Organismen

Ein Biozid soll Zielorganismen kontrollieren – eine völlig andere Aufgabe.

Enzyme

Enzyme sind Proteine und deshalb keine kleinen Moleküle mit einer einzigen handlichen Summenformel. Exakt wird über Enzymklasse, Zielbindung und Aktivitätsfenster gesprochen.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Proteasen

Peptidasen; Enzyme zur Spaltung von Peptidbindungen

Protein · keine feste Summenformelproduktabhängiges Aktivitätsfenster

Eiweißverschmutzungen wie Blut, Ei, Milch oder Speisereste.

Amylasen

Glycosidasen zur Spaltung von Stärke

Protein · keine feste Summenformelproduktabhängiges Aktivitätsfenster

Stärkehaltige Speise- und Küchenverschmutzungen.

Lipasen

Esterasen zur Spaltung geeigneter Fette

Protein · keine feste Summenformelproduktabhängiges Aktivitätsfenster

Fett- und Ölverschmutzungen in Wasch- und Spezialreinigern.

Cellulasen

Glycosidasen zur Spaltung von Celluloseketten

Protein · keine feste Summenformelproduktabhängiges Aktivitätsfenster

Vor allem Textilpflege, Faseroberfläche und Schmutzfreisetzung.

Mannanasen

Enzyme zur Spaltung von Mannanen

Protein · keine feste Summenformelproduktabhängiges Aktivitätsfenster

Bestimmte Lebensmittelverdicker und pflanzliche Rückstände.

Pektinasen

Enzyme zur Spaltung pektinhaltiger Polysaccharide

Protein · keine feste Summenformelproduktabhängiges Aktivitätsfenster

Obst-, Gemüse- und pflanzliche Lebensmittelrückstände in Spezial- und Waschverfahren.

Urease

Harnstoff-Amidohydrolase

Metalloenzym · keine feste Summenformelproduktabhängiges Aktivitätsfenster

Kann Harnstoff abbauen, erzeugt dabei jedoch Ammoniak; nur in gezielt formulierten Geruchs- oder Spezialprodukten sinnvoll.

Mikroorganismen und Sporen

Hier ist die exakte Angabe keine Summenformel, sondern mindestens Art, besser Stamm, Keimzahl und Produktstabilität. Ein Werbewort wie „probiotisch“ reicht fachlich nicht.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Bacillus-subtilis-Sporen

Sporen definierter Stämme der Bakterienart Bacillus subtilis

lebender Mikroorganismus · keine Summenformelfeucht · stammabhängig

Bioaktive Geruchs- und Reststoffkontrolle in dafür formulierten Produkten; Wirkung setzt geeignete Feuchte, Temperatur und Nahrung voraus.Stamm, Keimzahl und Stabilität sind wichtiger als ein bloßer Gattungsname.

Bacillus-licheniformis-Sporen

Sporen definierter Stämme der Bakterienart Bacillus licheniformis

lebender Mikroorganismus · keine Summenformelfeucht · stammabhängig

Kann organische Rückstände über gebildete Enzyme abbauen; typischerweise in Abfluss-, Geruchs- oder Langzeitkonzepten.

Bacillus-amyloliquefaciens-Sporen

Sporen definierter Stämme aus der Bacillus-subtilis-Artengruppe

lebender Mikroorganismus · keine Summenformelfeucht · stammabhängig

Bestandteil mancher mikrobieller Reinigungskulturen; Taxonomie, Stammidentität und Herstellerdaten entscheiden.

Mikrobielles Konsortium

Definierte Mischung mehrerer Bakterienstämme und gegebenenfalls ihrer Enzyme

biologisches Gemischanwendungsabhängig

Langsamer Abbau ausgewählter organischer Rückstände in Abflüssen, Geruchsquellen oder Abscheidern; nicht mit sofortiger chemischer Reinigung verwechseln.

GRUNDLAGENKAPITELPac-Man-Prinzip, Enzymarten, Wirkungsbedingungen und Gefahren
06

HYGIENE IST EINE EIGENE DISZIPLIN

Desinfektionswirkstoffe.

Desinfizieren ist nicht Reinigen. Ein Wirkstoffname auf einer Liste beweist noch keine Desinfektionsleistung. Entscheidend sind ein verkehrsfähiges beziehungsweise zugelassenes Produkt, der erlaubte Anwendungsbereich, das geforderte Wirkspektrum, Konzentration, Temperatur und Einwirkzeit.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Ethanol

Ethanol · Ethylalkohol

C₂H₆Oproduktabhängig

Alkoholischer Wirkstoff in dafür vorgesehenen Desinfektionsprodukten; entzündbar und nicht für jedes Material geeignet.Der Stoffname allein beweist weder Wirkspektrum noch geprüfte Anwendung.

1-Propanol

Propan-1-ol · n-Propanol

C₃H₈Oproduktabhängig

Alkoholischer Desinfektionswirkstoff in professionellen Formulierungen; Konzentration und Einwirkzeit kommen vom Produkt.

2-Propanol · IPA

Propan-2-ol · Isopropanol

C₃H₈Oproduktabhängig

Alkoholischer Wirkstoff und Lösemittel; kann Kunststoffe, Beschichtungen oder Lacke beeinträchtigen.

Wasserstoffperoxid

Hydrogen peroxide

H₂O₂meist sauer stabilisiert

Oxidativer Wirkstoff in zugelassenen Desinfektions- und Spezialprodukten; Material- und Arbeitsschutzvorgaben beachten.

Peressigsäure

Peroxyethansäure · Peroxyacetic acid

C₂H₄O₃sauer · stark oxidierend

Oxidativer Wirkstoff für geregelte Desinfektionsverfahren, besonders im Lebensmittel- und Prozessbereich; stark reaktiv.

Natriumhypochlorit

Natriumsalz der hypochlorigen Säure

NaOClalkalisch stabilisiert

Aktivchlorträger in bestimmten Desinfektions- und Bleichprodukten. Niemals ansäuern oder mit Ammoniak mischen.

Hypochlorige Säure

Hypochlorous acid

HClOpH-abhängiges Gleichgewicht

Reaktive chlorhaltige Spezies in dafür ausgelegten Systemen; Anteil und Stabilität hängen stark vom pH-Wert ab.

Chlordioxid

Chlorine dioxide

ClO₂prozessabhängig

Oxidativer Spezialwirkstoff, der häufig vor Ort oder in kontrollierten Systemen erzeugt wird; kein frei improvisierbares Mischprodukt.

Benzalkoniumchlorid · BAC

Alkylbenzyldimethylammoniumchlorid; meist C₁₂–C₁₆-Homologengemisch

[C₆H₅CH₂N(CH₃)₂R]Clbreiter Bereich

Quartäre Ammoniumverbindung in bestimmten zugelassenen Biozidprodukten; anionische Tenside und Schmutz können die Leistung beeinträchtigen.

Didecyldimethylammoniumchlorid · DDAC

N-Decyl-N,N-dimethyldecan-1-aminiumchlorid

C₂₂H₄₈ClNbreiter Bereich

Kationischer Wirkstoff in ausgewählten Flächen- und Prozessdesinfektionsmitteln; Produktzulassung und Oberfläche entscheiden.

Glutaraldehyd

Pentan-1,5-dial

C₅H₈O₂produktabhängig

Aldehydischer Spezialwirkstoff in geregelten Desinfektionsverfahren; Exposition, Material und Anwendung streng kontrollieren.

Formaldehyd

Methanal

CH₂Oproduktabhängig

Historisch und in engen Spezialverfahren eingesetzter Aldehydwirkstoff; wegen Gefahren kein normaler Unterhaltsreinigungsstoff.

Diamin

N-(3-Aminopropyl)-N-dodecylpropan-1,3-diamin

C₁₈H₄₁N₃meist alkalisch formuliert

Aminderivat in bestimmten desinfizierenden Reinigern; genaue Salzform, Kombination und Produktfreigabe beachten.

o-Phenylphenol · OPP

Biphenyl-2-ol

C₁₂H₁₀Oproduktabhängig

Phenolischer Wirkstoff in ausgewählten Spezial- und Oberflächenprodukten; heute kein pauschaler Standardwirkstoff.

Polyhexamethylenbiguanid · PHMB

Polymeres Biguanid; häufig als Hydrochlorid

[C₈H₁₇N₅]ₙproduktabhängig

Polymerer kationischer Wirkstoff in speziellen Anwendungen; Rechtsstatus und zugelassenen Verwendungszweck produktbezogen prüfen.

Milchsäure

2-Hydroxypropansäure

C₃H₆O₃sauer

Organische Säure, die in bestimmten zugelassenen Biozidformulierungen Wirkstoff sein kann; Säurewirkung allein ist kein Desinfektionsnachweis.

07

ELEKTRONEN VERÄNDERN STRUKTUREN

Oxidations- und Reduktionsmittel.

Diese Stoffe verändern geeignete Flecken oder Farbstoffe chemisch. Manche tauchen zusätzlich als Desinfektionswirkstoffe auf – Funktion, Konzentration und zugelassenes Produkt entscheiden. Sie sind keine universellen Reiniger und können Material, Farbe sowie andere Chemikalien heftig angreifen.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Wasserstoffperoxid

Hydrogen peroxide

H₂O₂meist sauer stabilisiert

Oxidative Fleck- und Farbstoffveränderung in geeigneten Produkten.

Natriumpercarbonat

Additionsverbindung aus Natriumcarbonat und Wasserstoffperoxid

2 Na₂CO₃ · 3 H₂O₂alkalisch in Wasser

Pulverförmige Sauerstoffbleiche und Waschverstärkung.

Natriumhypochlorit

Natriumsalz der hypochlorigen Säure

NaOClalkalisch stabilisiert

Oxidation und – nur im zugelassenen Produkt – Desinfektion. Niemals mit Säuren oder Ammoniak mischen.

Peressigsäure

Peroxyethansäure

C₂H₄O₃sauer

Oxidativer Spezial- und Desinfektionswirkstoff in geregelten Verfahren; stark reaktiv.

Bleichaktivator · TAED

Tetraacetylethylendiamin

C₁₀H₁₆N₂O₄alkalisches Waschsystem

Reagiert mit einer Peroxidquelle zu einer wirksameren Bleichspezies. TAED ist dabei nicht selbst das Oxidationsmittel, sondern aktiviert das Bleichsystem.

Natriumdithionit

Dinatriumdithionit

Na₂S₂O₄alkalisch stabiler

Reduktionsbleiche und Spezialfleckentfernung; kann sich bei Feuchtigkeit stark erwärmen und beim Ansäuern giftiges Schwefeldioxid freisetzen.

Natriummetabisulfit

Dinatriumdisulfit

Na₂S₂O₅sauerstoffzehrend · produktabhängig

Reduktions- und Antioxidationsmittel in Spezialverfahren; beim Ansäuern kann giftiges Schwefeldioxid entstehen.

Natriumthiosulfat

Dinatriumthiosulfat

Na₂S₂O₃neutral bis alkalisch

Kann geeignete Oxidationsmittelreste, etwa Chlorreste, in festgelegten Verfahren reduzieren.

08

MECHANIK IM PRODUKT

Schleifkörper.

Schleifkörper reinigen nicht durch Lösen, sondern durch kontrollierten Materialabtrag. Teilchengröße, Härte, Form, Druck und Oberfläche entscheiden über Wirkung oder Kratzer.

Name / GruppeChemische BezeichnungFormelMilieuReinigungspraxis
Talk

Magnesiumsilikathydrat · Talkum

Mg₃Si₄O₁₀(OH)₂breit

Sehr weicher mineralischer Füll- oder Polierstoff; eine konkrete Reinigungswirkung hängt von Rezeptur und Teilchengröße ab.

Kaolin

Kaolinitreiches Tonmineralgemisch

Al₂Si₂O₅(OH)₄breit

Vergleichsweise weicher mineralischer Füll- und Schleifstoff in ausgewählten Pasten und Polituren.

Calciumcarbonat

Calciumcarbonat · Kreide

CaCO₃neutral bis alkalisch

Mineralischer Schleifkörper in Scheuerprodukten; nicht auf kratzempfindlichen Flächen.

Dolomit

Calciummagnesiumcarbonat

CaMg(CO₃)₂neutral bis alkalisch

Mineralischer Schleif- oder Füllstoff mittlerer Härte; Korn und Produktfreigabe entscheiden über den Einsatz.

Feldspat

Gruppe der Alkali- und Calciumaluminiumsilikate

Mineralgruppebreit

Härterer mineralischer Schleifstoff in ausgewählten Scheuer- und Polierprodukten.

Siliciumdioxid

Silica · Quarz oder amorphes Siliciumdioxid

SiO₂breit

Schleif- oder Verdickungseffekt je nach Teilchengröße und Form; Staubrisiko produktabhängig.

Aluminiumoxid

Alumina · Dialuminiumtrioxid

Al₂O₃breit

Harter Schleifstoff für Spezialpolituren und abrasive Systeme.

Siliciumcarbid

Siliciumcarbid · Karborund

SiCbreit

Sehr harter technischer Schleifstoff für enge Spezialanwendungen; kein gewöhnlicher Unterhaltsreiniger.

Bims

Poröses vulkanisches Silikatgestein

Mineralgemischbreit

Mechanischer Spezialschleifstoff; Oberflächenprüfung zwingend.

Melaminharzschaum

Poröser Melamin-Formaldehyd-Harzwerkstoff

vernetztes Polymernur leicht feucht

Sehr feine mechanische Abrasion durch offenzellige Struktur; kann Glanz und Beschichtungen abtragen.

WEICH ODER HART?

Härte ist ein Vergleich – keine Freigabe.

Die Mohs-Skala ordnet Mineralien nach ihrer Ritzhärte (Widerstand gegen Verkratzen) von 1 bis 10. Ein höherer Wert kann einen niedrigeren ritzen. Die Skala beschreibt aber weder Korngröße noch Kornform, Druck, Menge oder den Zustand der gereinigten Oberfläche.

  1. 1
    Talk

    sehr weicher Füll- und Polierstoff

  2. 2
    Gips

    Fingernagel liegt ungefähr bei 2,5

  3. 3
    Calcit

    Calciumcarbonat; Kupfermünze etwa 3,5

  4. 4
    Fluorit

    Dolomit liegt je nach Probe ungefähr bei 3,5–4

  5. 5
    Apatit

    Glasplatte und Messerklinge ungefähr bei 5,5

  6. 6
    Orthoklas

    Feldspat; Stahlnagel ungefähr bei 6,5

  7. 7
    Quarz

    harter Schleifkörper und häufiger Bestandteil von Sand

  8. 8
    Topas

    Mauerbohrer als Vergleichsobjekt ungefähr bei 8,5

  9. 9
    Korund

    Aluminiumoxid; Siliciumcarbid etwa 9–9,5

  10. 10
    Diamant

    härtestes Referenzmineral der Mohs-Skala

VERGLEICHSWEISE WEICH

Geringere mineralische Ritzhärte

  • Talk · etwa 1

    Sehr weich; eher Füll- oder Polierstoff als kräftiger Schmutzabtrag.

  • Kaolin · etwa 2–2,5

    Feines Tonmineral; Wirkung hängt stark von Aufbereitung und Partikeln ab.

  • Calciumcarbonat · etwa 3

    Als Kreide beziehungsweise Calcit ein typischer milderer Schleifkörper.

  • Dolomit · etwa 3,5–4

    Etwas härter als Calcit und deshalb nicht automatisch für empfindliche Flächen geeignet.

VERGLEICHSWEISE HART

Höhere mineralische Ritzhärte

  • Feldspat · etwa 6

    Kann weichere Mineralwerkstoffe, Glasuren und Beschichtungen sichtbar verändern.

  • Quarz · etwa 7

    Harter Bestandteil vieler Sande; bereits eingetragener Sand kann wie Schleifmittel wirken.

  • Aluminiumoxid · etwa 9

    Sehr harter Schleifstoff für ausgewählte Polituren und Spezialverfahren.

  • Siliciumcarbid · etwa 9–9,5

    Extrem harter technischer Schleifstoff für klar begrenzte Anwendungen.

SCHEUERMILCH / -CREMEAbrasivstoff in einer flüssigen Rezeptur

Teilchenart, -größe und -menge bestimmen gemeinsam mit Tensiden und weiteren Bestandteilen die Wirkung.

SCHEUERPULVERTrockene beziehungsweise anzufeuchtende Mischung

Lose Körner und eingetragener Schmutz können die mechanische Belastung zusätzlich erhöhen.

REINIGUNGS- / POLIERPASTEGezielter Materialabtrag

Nur für das vorgesehene Material und Arbeitsziel einsetzen; „Politur“ bedeutet nicht automatisch schonend.

FACHLICHE GRUNDLAGEN

Quellen und Vertiefung

Europäische UnionTensidklassen und Kennzeichnung von Detergenzien IUPAC Gold BookFachdefinition Tensid Stepan · technische ProduktanwendungenTensidsysteme für Haushalts-, Industrie- und institutionelle Reinigung Pilot Chemical · technische ProduktdatenBetaine und pH-Stabilität in professionellen Reinigungsformulierungen NIH PubChemNatriumdodecylsulfat: Namen, Formel und Stoffdaten Europäische UnionBiozidprodukte-Verordnung: Wirkstoffe, Zulassung und Verwendung UmweltbundesamtAbrasivstoffe, Bleichsysteme, Enzyme und weitere Inhaltsstoffgruppen National Park Service · GeologieMohs-Skala und relative Ritzhärte von Mineralien BAuA · Bundesstelle für ChemikalienVerkehrsfähige und zugelassene Biozidprodukte in Deutschland Europäische KommissionAbgrenzung von Reinigungsprodukten mit Bakterien

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