Chrom und andere Beschichtungen
Eine intakte Chromschicht verträgt nur die vom Hersteller vorgesehenen Mittel. An beschädigten Stellen kann Reiniger zum Grundmetall gelangen. Starke Säuren und kratzende Werkzeuge vermeiden.
HAUSHALTSTIPPS · A 03.02
Kalk sitzt häufig am Auslauf und am Sockel. Die sichtbare Oberfläche einer Armatur ist oft nur eine dünne Beschichtung – deshalb zählt ihre Freigabe mehr als der Eindruck „ist doch Metall“.
Zur Anleitung
ERST PRÜFEN
Eine intakte Chromschicht verträgt nur die vom Hersteller vorgesehenen Mittel. An beschädigten Stellen kann Reiniger zum Grundmetall gelangen. Starke Säuren und kratzende Werkzeuge vermeiden.
Die Farbe verrät weder das Material noch die Beschichtungsart. Mattlack, PVD und gebürstetes Metall können unterschiedliche Pflege brauchen. Keine Metallpolitur oder Scheuermilch auf Verdacht anwenden.
Reiniger nicht in Spalten, Kartuschenbereiche oder Sensorgehäuse laufen lassen. Dichtungen nicht mit Bürsten heraushebeln. Bei Wasser unter dem Sockel auch eine Undichtigkeit prüfen lassen.
VOR DEM START
Armatur abkühlen lassen. Prüfen, ob Chrom, Edelstahl, Lack oder eine andere Beschichtung vorliegt. Bei offenen Stellen, Blasen oder abplatzender Oberfläche keine saure Reinigung beginnen. Elektronische Armaturen nach Anleitung gegen unbeabsichtigte Betätigung sichern.
SCHRITT FÜR SCHRITT
Fingerabdrücke, Zahnpasta und Seifenreste mit einem weichen feuchten Tuch entfernen. Bei Bedarf wenig milden Reiniger verwenden, anschließend klar nachwischen.
Das freigegebene Mittel auf ein Tuch geben und nur die betroffenen Flächen benetzen. Nicht direkt in den Auslauf, auf Sensoren oder unter den Hebel sprühen.
Die angegebene Einwirkzeit einhalten und den Zustand beobachten. Keine mit Entkalker getränkten Tücher über Stunden um die Armatur wickeln. Wenn Kalk bleibt, eine zulässige kurze Behandlung wiederholen.
Gelösten Belag und sämtliche Produktreste mit einem frischen, gut ausgespülten Tuch aufnehmen. Erreichbare Ränder am Sockel mitreinigen, ohne Flüssigkeit unter Bauteile zu drücken.
Mit weichem Tuch trockenreiben. Festsitzender Kalk am Strahlregler wird separat nach dessen Ausbauanleitung behandelt. Eine tropfende Armatur muss repariert werden, sonst bilden sich schnell neue Ablagerungen.
MITTEL PASSEND AUSWÄHLEN
Materialfreigabe, Dosierung, Einwirkzeit und Schutzmaßnahmen auf dem Etikett beachten. Reinigungsmittel nicht mischen.
ZUM ABSCHLUSS
HÄUFIGE FRAGE
Das ist keine sichere Standardmethode: Die Lösung kann lange an Beschichtungen und Dichtungen stehen. Den Strahlregler, sofern vorgesehen, separat ausbauen und entsprechend seiner Anleitung reinigen. Die Armatur selbst bleibt außerhalb eines Entkalkungsbads.