Glasierte Keramik
Ein geeigneter saurer WC-Reiniger kann mineralische Ablagerungen lösen. Metallwerkzeuge, Bimsstein und Schleifpads nicht pauschal einsetzen; Glasur und Zusatzbeschichtung können dabei Schaden nehmen.
HAUSHALTSTIPPS · A 03.06
Das Innere des WC-Beckens wird mit eigenen Hilfsmitteln gereinigt. Frische Rückstände, Kalk und Urinstein unterscheiden sich – und nicht jeder dunkle Strich ist eine Ablagerung.
Zur Anleitung
SCHRITT FÜR SCHRITT
Sichtbare frische Rückstände mit der WC-Bürste lösen und spülen. Spritzer vermeiden. Den Sitz anheben und für die folgende chemische Behandlung nach Produktanleitung geöffnet halten.
Geeignetes WC-Gel auf die vorgesehenen Keramikflächen geben. Die Ausbringhilfe unter einen vorhandenen zugänglichen Rand führen, ohne Sitz oder Scharniere zu benetzen. Keine zusätzliche Chemie nachgeben.
Vorgesehene Kontaktzeit nutzen. Eine längere Nachtbehandlung ist nur erlaubt, wenn Mittel und WC-Oberfläche das ausdrücklich vorsehen. Becken währenddessen nicht benutzen.
Innenflächen, Wasserlinie und erreichbaren Spülrand mit der Bürste bearbeiten. Nicht mit Metallgegenständen am Grund des Beckens kratzen. WC-Reiniger nicht in den Spülkasten füllen, sofern kein freigegebenes System dafür vorgesehen ist.
Nachspülen und Bürste im frischen Spülwasser reinigen, ohne Spritzer zu verteilen. Rückstände beurteilen. Bei erheblicher Kruste lieber einen weiteren zulässigen Durchgang planen als mehrere Mittel zu kombinieren.
Bürste abtropfen lassen, Halter getrennt reinigen und Flüssigkeit darin entfernen. Handschuhe ausziehen und Hände waschen. Danach mit frischen Hilfsmitteln an anderen Badflächen weiterarbeiten.
VOR DEM START
Lüften und Handschuhe nach Produktetikett anziehen. Prüfen, ob bereits ein Reiniger oder ein chlorhaltiger WC-Einhänger vorhanden ist. Bei unbekannter Vorbehandlung keine weitere Chemie zugeben. Kinder und Haustiere während der Reinigung fernhalten.
MITTEL PASSEND AUSWÄHLEN
Materialfreigabe, Dosierung, Einwirkzeit und Schutzmaßnahmen auf dem Etikett beachten. Reinigungsmittel nicht mischen.
ERST PRÜFEN
Ein geeigneter saurer WC-Reiniger kann mineralische Ablagerungen lösen. Metallwerkzeuge, Bimsstein und Schleifpads nicht pauschal einsetzen; Glasur und Zusatzbeschichtung können dabei Schaden nehmen.
Nur die zugänglichen Flächen mit der Bürste bearbeiten. Bei randlosen Becken die sichtbare Spülführung einbeziehen. Düsen und verdeckte Kanäle nicht aufbohren oder mit Draht erweitern.
Gelblich-braune Ablagerungen können mineralisch sein; graue Striche auch Metallabrieb. Färbung allein reicht zur Bestimmung nicht aus. Bei unverändertem Befund die Ursache prüfen, statt aggressiver zu werden.
ZUM ABSCHLUSS
HÄUFIGE FRAGE
Wenn ständig Wasser nachläuft, lagern sich an derselben Stelle immer wieder Mineralien ab. Dann ist die Spülung zu prüfen. Mehr WC-Reiniger behebt eine undichte Spülmechanik nicht. Auch bei schwacher Spülwirkung zuerst Funktion und Wasserführung kontrollieren lassen.