DER ERSTE AHA-MOMENT
Elastomer ist die Werkstoffklasse. Kautschuk ist die Basis.
Ein Elastomer (dauerhaft elastischer Werkstoff) gibt unter Druck nach und geht danach weitgehend in seine alte Form zurück. Bei der Herstellung wird die Kautschukmischung unter Druck und Wärme vulkanisiert. Vulkanisation (dauerhafte chemische Vernetzung von Kautschuk) macht aus der formbaren Mischung einen belastbaren Gummiboden.
Dauerhaft verbundene Molekülketten geben nach und ziehen das Material wieder zurück.
Natur- oder Synthesekautschuk wird gemischt, geformt und anschließend vernetzt.
Im Arbeitsalltag nennen wir das fertige, vulkanisierte Kautschukmaterial meistens einfach Gummi.
DRÜCKEN · LOSLASSEN · ZURÜCKFEDERN
Was im Boden passiert.
Stell dir die Molekülketten wie bewegliche Gummischnüre vor. An einzelnen Stellen sind sie fest verbunden. Unter Druck können die freien Abschnitte ausweichen. Die Verbindungspunkte halten das Netz zusammen und ziehen es danach wieder weitgehend zurück.
Dieses Rückstellvermögen (Fähigkeit, nach einer Belastung wieder weitgehend die vorherige Form anzunehmen) ist typisch für Elastomere. Wie vollständig das gelingt, hängt auch von Belastung, Dauer und Produkt ab.
Der Belag wird zusammengedrückt und federt anschließend zurück.