DIE WICHTIGSTE ABGRENZUNG DES GANZEN KAPITELS
PU-Belag, PUR-Finish und PU-Gießboden sind nicht dasselbe.
Die genormte heterogene Belagsgattung
Hier geht es um die in DIN EN 16776 beschriebene mehrschichtige PU-Belagsgattung als Bahn, Fliese oder Planke. Daneben werden auch homogene PU-Beläge angeboten; deshalb immer Produktaufbau und Unterlagen prüfen.
Nur die oberste Ausrüstung
Eine dünne werkseitige Polyurethan-Oberfläche kann auf PVC, Linoleum, Polyolefin oder anderen Belägen liegen. Vergütung bedeutet hier gezielte Oberflächenausrüstung; der Grundbelag wird dadurch nicht zum Polyurethanbelag.
Vor Ort reagierendes System
Flüssige ein- oder mehrkomponentige Harze werden auf dem Bau appliziert (aufgetragen) und härten fugenlos aus. Das gehört zu Kunstharz und Beschichtungen – nicht zu Bahnen- oder Fliesenware.
DOKUMENTIERTES BEISPIEL · HALLENSPORTBODEN
Vor Ort flüssig eingebaut und punktelastisch.
Bei einem dokumentierten FULL-PUR-Hallensystem gibt eine geschäumte elastische PU-Schicht direkt unter dem belasteten Fuß nach. Darüber liegen PU-Verschleißschicht und Versiegelung. Andere Sportböden – etwa flächen- oder kombielastische Systeme – besitzen einen anderen Unterbau. Denk dran: Diesen Aufbau nicht auf jede Sporthalle übertragen.