Der Boden schmiert
Dosierung und eventuell aufgebauten Pflegefilm prüfen. Nicht spontan mit einem alkalischen Grundreiniger entschichten.
HAUSHALTSTIPPS · B 06.02
Auf Parkett wird die Oberfläche gereinigt: Lack, Öl, Wachs oder eine besondere Behandlung. Holzart und Verlegeart allein sagen noch nicht, welches Mittel passt. Wenig Feuchtigkeit und ein sauberer weicher Bezug schützen Fläche und Fugen.
Zur Schrittfolge
Die Oberflächenbehandlung bestimmt Reiniger und Pflege.
MATERIAL & ZUSTAND
| Ausführung | Was bei der Reinigung zählt |
|---|---|
| Lackiertes Parkett | Die geschlossene Lackschicht wird mit einem dafür geeigneten, möglichst rückstandsarmen Reiniger gereinigt. Pflegeöl gehört nicht auf intakten Lack. |
| Geölte oder hartwachsgeölte Fläche | Abgestimmte Reinigung und Pflege verwenden. Holzseife passt zu bestimmten Systemen; sie ist keine automatische Empfehlung für jedes Ölfinish. Fachwissen dazuPflegeöl und Pflegeseife unterscheiden |
| Gewachst, geseift oder unbehandelt | Diese Ausführungen benötigen ihren eigenen Pflegeplan. Unbekannte Altoberflächen, rohe Dielen und pigmentierte Behandlungen vor dem feuchten Reinigen klären. |
VOR DEM START
Pflegeanleitung und Oberflächenbehandlung klären. Auf offene Fugen, abgeplatzten Lack und graue Laufzonen achten. Möbel anheben statt schieben. Beschädigte oder rohe Stellen nicht wie geschlossen lackierte Flächen wischen.
MITTEL GEZIELT AUSWÄHLEN
Für intakte geeignete Versiegelungen. Der Name „Parkettreiniger“ allein garantiert keine Eignung für geöltes oder gewachstes Holz.
Nach Vorgabe des Öl- beziehungsweise Hartwachsölsystems wählen. Farbige oder weiß pigmentierte Pflegeprodukte verändern unter Umständen das Erscheinungsbild.
Öl erneuert bei geeigneten Systemen den Schutz; es ersetzt die Reinigung nicht. Verarbeitung, Trockenzeit und sichere Behandlung ölgetränkter Tücher nach Etikett beachten: Solche Tücher können sich selbst entzünden.
Materialfreigabe, Dosierung und Schutzmaßnahmen auf dem Etikett beachten. Reinigungsmittel nicht mischen. Reinigen und Pflegen haben unterschiedliche Ziele.
SO GEHST DU VOR
Mit weicher sauberer Düse saugen. Rollen und Borsten vorher auf eingeklemmte Körnchen prüfen. Auch die Ränder unter beweglichen Möbeln berücksichtigen.
Die Angabe für die laufende Reinigung verwenden. Intensivreinigung und Pflege haben oft andere Dosierungen und andere Ziele. Nicht nach Duft oder Schaummenge dosieren.
Der Mopp soll nur so viel Feuchte abgeben, dass eine dünne, zügig trocknende Spur entsteht. Tropft er oder bleiben Pfützen, ist er zu nass. Wasser nicht direkt auf den Boden gießen.
Mit geringem Druck und möglichst entlang der Dielen arbeiten. Zur Tür zurückarbeiten. Schmutzigen Bezug austauschen, statt gelösten Schmutz im Raum zu verteilen.
Mit leicht feuchtem Tuch und freigegebenem Reiniger kurz nacharbeiten. Keine raue Schwammseite, keinen Schmutzradierer und keinen Dampfreiniger ohne ausdrückliche Freigabe verwenden.
Tropfen sofort aufnehmen. Nach dem Trocknen kontrollieren, ob Schmutz entfernt ist oder eine abgenutzte Schutzschicht bleibt. Eine nötige Nachpflege separat nach Systemvorgabe planen.
WENN DAS ERGEBNIS NICHT PASST
Dosierung und eventuell aufgebauten Pflegefilm prüfen. Nicht spontan mit einem alkalischen Grundreiniger entschichten.
Schmutz und abgenutzte Oberfläche unterscheiden. Geölte Böden können nach geeigneter Reinigung Nachpflege benötigen; lackierte Flächen haben andere Reparaturwege.
Behandlung stoppen. Feuchte, Abrieb und beschädigte Oberfläche prüfen, bevor weitergewischt wird.
ERGEBNIS PRÜFEN
HÄUFIGE FRAGE
Nein, entscheidend sind Bezug, Oberfläche und Freigabe. Ein feiner geeigneter Mopp ist anders zu beurteilen als ein abrasiver Faserpad. Bei einem bestimmten Öl- oder Wachssystem kann ein anderer Bezug vorgeschrieben sein.