02.10.4 · REINIGUNGSABLAUF

Busse & Reisebusse
reinigen.

Beim Linienbus stehen häufige Fahrgastwechsel, Einstiege und Kontaktflächen im Vordergrund. Beim Reisebus kommen je nach Ausstattung Klapptische, Teppiche, Bordküche, Toilette und Gepäckräume hinzu. Umfang, Material und nächste Fahrzeugnutzung bestimmen die Reinigung.

Leerer moderner Linienbus mit Sitzen, Haltestangen und Mehrzweckfläche ohne Personen
Vom Einstieg bis zum letzten Sitz: Bereiche eindeutig aufteilen und den Boden zum vorgesehenen Ausgang hin abschließen.

FAHRZEUG UND AUFTRAG

Zwei Einsatzarten, unterschiedliche Schwerpunkte.

Die tatsächliche Ausstattung entscheidet. Auch ein Linienbus kann textile Sitze haben, und nicht jeder Reisebus besitzt eine Küche oder Toilette.

BereichLinienbusReisebus
SchmutzeintragHäufiger Fahrgastwechsel: Straßenschmutz, Sand, Feuchtigkeit und im Winter Salzrückstände vor allem an den Einstiegen.Zusätzlich längere Aufenthalte: Krümel, Getränke, Abfall und Flecken an Sitzplätzen, Tischen und Ablagen.
KontaktflächenHaltestangen, Halteschlaufen, freigegebene Taster, Trennwände und Sitzgriffe.Armlehnen, Klapptische, Griffe, zugängliche Ablagen und gegebenenfalls Gurte nach Fahrzeugvorgabe.
Besondere BereicheRollstuhl- und Kinderwagenfläche, Klappsitze, Einstieg und sichtbare Rampenflächen; bei Gelenkbussen auch der Übergang.Je nach Ausstattung Bordküche, Toilette, Gepäckraum und bei Doppeldeckern Treppe und Oberdeck.
LeistungsplanungZwischenservice, tägliche Leistung und intensivere Intervalle passend zum Umlauf festlegen.Rückkehrzeit, nächste Abfahrt, Zusatzräume und nötige Polster- oder Teppichtrocknung gemeinsam planen.

Leistung und Häufigkeit getrennt festlegen

Zwischenservice
Vereinbarte Einzelaufgaben während eines kurzen Stillstands, etwa Abfall oder eine frisch verschmutzte Stelle. Keine vollständige Innenreinigung zusagen.
Tagesleistung
Die laut Leistungsverzeichnis fälligen Bereiche bearbeiten. Fenster, Polster-Nassreinigung und Gepäckraum gehören nicht automatisch jeden Tag dazu.
Intensiv- / Sonderauftrag
Vertiefte Boden- und Polsterreinigung, starke Rückstände oder besondere Kontamination gesondert planen; Zugang, Freigaben und Standzeit klären.

VOR DEM EINSTIEG

Bus und Arbeitsstelle übernehmen.

Nur den vorgesehenen Zugang und die festgelegten Wege nutzen. Schlüsselbesitz oder ein stiller Motor belegen noch keinen sicheren Arbeitszustand. Sicherung und mögliche Bewegungen werden mit der zuständigen Stelle abgestimmt.

  • Fahrzeugnummer, Stellplatz, Arbeitsauftrag und verantwortliche Ansprechperson bestätigen
  • Gesicherten Abstellzustand, zulässige Zugänge sowie Tür- und Rampenbewegungen mit der zuständigen Stelle klären
  • Fällige Tagesleistung, Intervalle und Zusatzbereiche wie Küche, Toilette und Gepäckraum abgrenzen
  • Beläge, Sitzmaterialien, Beschichtungen und freigegebene Mittel beziehungsweise Geräte bestimmen
  • Material für Fahrgastraum, Küche und Toilette trennen; Abfall-, Fund- und Meldewege kennen
  • Nächste Ausfahrt, nötige Trocknung und Übergabe abstimmen; Geräte und Kabel außerhalb der Zugänge bereitstellen

Die DGUV nennt für die Verkehrsmittelreinigung unter anderem Betriebsverkehr, sichere Zugänge, Elektrik, Reinigungschemie und besondere Kontaminationen. Zur Fachgrundlage ↗

BEISPIEL · REGELMÄSSIGE INNENREINIGUNG

Von oben nach unten, Boden zuletzt.

Die Route an Fahrzeug, Team und nutzbare Ausgänge anpassen. Ein Doppeldecker braucht eine ausdrückliche Aufteilung von Oberdeck, Treppe und Unterdeck. Bei mehreren Personen verhindern klare Bereiche doppelte und ausgelassene Arbeit.

  1. 01

    Fahrzeug übernehmen und prüfen

    Bus und Auftrag abgleichen, erst nach bestätigtem Arbeitszustand einsteigen. Sichtbare Schäden, Fundsachen, Scherben, besondere Verschmutzung und nicht zugängliche Bereiche erfassen. Für Meldungen Sitzplatz oder Fahrzeugbereich genau angeben.

  2. 02

    Abfall und Grobschmutz entfernen

    Eindeutigen Abfall aufnehmen, Behälter im vereinbarten Umfang leeren und innen sowie außen reinigen. Erforderliche Einsätze erneuern. Persönliche Gegenstände nach Fundverfahren behandeln; nicht blind in Sitzspalten oder Behälter greifen.

  3. 03

    Obere Flächen und Scheiben bearbeiten

    Freie Ablagen, zugängliche Verkleidungen und beauftragte Innenscheiben von oben nach unten reinigen. Geeignete Hilfsmittel nutzen; Flüssigkeit nicht in Lüftung, Leuchten, Fugen und Elektronik eintragen. Fenster und große Ablagen nach ihrem Leistungsintervall behandeln.

  4. 04

    Sitzgruppen und Kontaktflächen reinigen

    Textilpolster absaugen, glatte Sitzschalen und freigegebene Bezüge materialgerecht abwischen. Armlehnen, Haltegriffe, Haltestangen und gegebenenfalls Klapptische systematisch einbeziehen. Tuchseiten wechseln; Gurte und Bedienelemente nur nach eigener Vorgabe bearbeiten.

  5. 05

    Mehrzweckfläche und Zusatzräume abschließen

    Klappsitze und Rollstuhlfläche im Auftrag bearbeiten. Fahrerplatz, Küche, Bordtoilette und Gepäckraum nur mit abgestimmtem Zugang und getrenntem Material reinigen. Sperren oder technische Zustände nicht eigenmächtig verändern.

  6. 06

    Boden trocken vorreinigen

    Sand, Krümel und lose Partikel vollständig aufnehmen, auch an Kanten und unter sicher erreichbaren Sitzbereichen. Bei mehreren Decks Treppe und oberen Bereich berücksichtigen. Fußmatten nur nach Vorgabe entnehmen und später korrekt zurücklegen.

  7. 07

    Boden und Einstiege nass reinigen

    Belag und Verschmutzung bestimmen das ein- oder zweistufige Verfahren beziehungsweise den freigegebenen Maschineneinsatz. Abschnittsweise zum vorgesehenen Ausgang arbeiten. Schmutzlösung aufnehmen, erforderlichenfalls nachspülen und die Trocknung berücksichtigen; Tür- und Rampenmechanik nicht fluten.

  8. 08

    Kontrollieren und übergeben

    Vereinbarte Bereiche auf Schmutz, Rückstände und Restfeuchte kontrollieren. Geräte, Kabel und Abfall entfernen. Fahrerplatz, Fundsachen, sichtbare Schäden und offene Arbeiten ausdrücklich übergeben; die technische Betriebsfreigabe bleibt bei der zuständigen Stelle.

BESONDERS BEANSPRUCHT

Einstiege, Stufen und strukturierte Böden.

Hier treffen Wasser, Straßenschmutz und viele Schuhsohlen aufeinander. Eine rutschhemmende Struktur muss von Rückständen befreit werden; die sichtbare Oberfläche allein sagt noch nichts über das Reinigungsergebnis aus.

  1. 01

    Lose Partikel zuerst aufnehmen

    Sand, Steinchen und Krümel absaugen oder mit geeignetem Verfahren aufnehmen. Trittprofile, Kanten und sicher zugängliche Bereiche unter den Sitzen einbeziehen.

  2. 02

    Haftenden Schmutz passend lösen

    Belag und Reinigungsvorgabe bestimmen. Lösung dosiert aufbringen; bei strukturierten Flächen mit geeignetem Werkzeug arbeiten. Nicht nur über die erhöhten Stellen wischen und den Schmutz in den Vertiefungen lassen.

  3. 03

    Schmutzlösung vollständig aufnehmen

    Gelösten Schmutz mit frischem Bezug oder geeignetem Sauggerät aufnehmen; erforderlichenfalls mit sauberem Wasser nacharbeiten. Schmutzwasser nicht in Türschienen, Rampenmechanik oder Bodenfugen schieben.

  4. 04

    Einstiege und Stufen kontrollieren

    Restfeuchte und Rückstände prüfen, Trocknung vor der Nutzung berücksichtigen. Keine glänzende Pflegeschicht als Ersatz für Sauberkeit aufbringen. Sichtbare Schäden an Belag und Kanten melden.

Winter: Salzränder gezielt nacharbeiten.

Lose Körner zuerst entfernen. Wasserlösliche Rückstände mit passender Feuchte lösen und aufnehmen, gegebenenfalls mit sauberem Wasser nacharbeiten. Weiße Ränder nicht automatisch mit einem sauren Sanitärreiniger behandeln; Belag, Metalle und benachbarte Bauteile berücksichtigen.

MATERIALMIX IM FAHRZEUG

Sechs Materialgruppen gezielt behandeln.

Freigaben gelten für die konkrete Oberfläche und Anwendung. Bei unbekanntem Aufbau Fahrzeugunterlagen heranziehen; eine Probefläche ersetzt keine erforderliche Herstellerfreigabe.

01

Elastische Böden & Trittflächen

PVC, Elastomer und vorhandene Oberflächenvergütung bestimmen. Körner entfernen, anschließend passend reinigen; strukturierte Bereiche mit geeigneter Bürste oder freigegebenem Pad bearbeiten.

Grenze: Holzoptik ist kein Materialnachweis. Fugen und Anschlüsse nicht fluten; auf rutschhemmenden Flächen keine ungeprüften Pflegefilme aufbauen.

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02

Textilpolster & Teppich

Mit passender Düse absaugen. Flecken und Polsteraufbau prüfen; eine freigegebene Fleckenbehandlung zunächst unauffällig testen.

Grenze: Keine Nassbehandlung ohne ausreichende Trocknungszeit. Faser, Farbe, Klebung und besondere Ausrüstung berücksichtigen; feuchte Sitzplätze vor der Übergabe melden.

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03

Leder & Kunstleder

Bezug bestimmen und nach seiner Reinigungsvorgabe sparsam feucht bearbeiten. Nähte, beschädigte Stellen und beschichtete Kopfstützen beachten.

Grenze: Leder und Kunstleder verlangen nicht automatisch dasselbe Produkt. Keine pauschale Empfehlung für Alkohol, Lösemittel, Dampf oder Pflegeöl.

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04

Metall, Kunststoff & beschichtete Griffe

Haltestangen, Sitzschalen und Handläufe mit geeigneter Lösung und sauberen Tuchflächen reinigen. Edelstahl, Aluminium und Lack unterscheiden.

Grenze: Sanitärmittel nicht verschleppen. Beschichtung nicht mit scheuerndem Werkzeug beschädigen; Griffe ohne glatte oder klebrige Rückstände hinterlassen.

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05

Glas, Folien & Displays

Innenscheiben nach Intervall bearbeiten; Randbereiche kontrolliert nacharbeiten. Display, Folie und Kunststoffscheibe jeweils nach Freigabe reinigen.

Grenze: Kein direktes Sprühen auf Kasse, Taster und Elektronik. Klingen und gewöhnliche Glasreiniger sind nicht für jede Folie oder Sichtfläche geeignet.

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06

Klapptische & Dekorplatten

Freie Flächen, zugängliche Kanten und vereinbarte Unterseiten bearbeiten. Beschichtung, Folierung und Plattenaufbau bestimmen.

Grenze: Offene Kanten und Scharniere nicht durchnässen. Gelöste Folien oder aufgequollene Stellen dokumentieren, statt stärker nachzureinigen.

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PRODUKTWAHL

Passende Reiniger für die jeweilige Aufgabe.

Dosierung, Anwendung und Schutzmaßnahmen aus Produktinformation und Sicherheitsdatenblatt übernehmen. Mittel nicht mischen; angesetzte Lösungen kennzeichnen und sauberes Arbeitsmaterial bereithalten.

Milder Innenraum- / Neutralreiniger

Für freigegebene wasserbeständige Verkleidungen, Sitzschalen und Griffe. Richtig dosieren und Schmutz mit sauberen Tuchflächen aufnehmen.

Neutraler pH-Wert bedeutet keine automatische Freigabe für Leder, Displays oder Spezialbeschichtungen.

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Boden-Unterhaltsreiniger

Nach Belag und Verfahren auswählen; für geeignete Maschinen ein schaumarmes Produkt verwenden. Flüssigkeitsmenge und Aufnahme an den engen Fahrzeuginnenraum anpassen.

Maschinengewicht, Breite, Zugang und Fahrzeugfreigabe prüfen. Ein kompakter Automat passt nicht automatisch in jeden Bus.

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Alkalischer Intensivreiniger für geeignete Beläge

Bei haftendem Schmutz auf dafür freigegebenen Fahrzeug- oder Sicherheitsböden kann ein passender alkalischer Reiniger erforderlich sein. Konzentration und Nachspülung richten sich nach Produkt und Belag.

Nicht pauschal auf Linoleum, Aluminium, Lacke und Textilien übertragen. Eine Intensivreinigung ist eine gesondert geplante Leistung.

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Polster-, Teppich- und Fleckenmittel

Fleckenmittel gezielt auswählen; für geplante Nassreinigung ein geeignetes Sprühextraktionsmittel verwenden. Trocknung und nächste Fahrzeugnutzung vorher abstimmen.

Nicht mehrere Mittel auf einem unbekannten Fleck ausprobieren. Gerüche nicht mit Duftspray überdecken; Ursache und Feuchtigkeit klären.

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Glas- und Sanitärreiniger

Glasreiniger nur auf geeigneten Scheiben; Sanitärreiniger passend zu Oberfläche und Bordtoilettensystem. Beide Bereiche mit getrenntem Material bearbeiten.

Saure Mittel nicht auf benachbarte Metalle verschleppen. Keine beliebigen Rohrreiniger, Haushaltsmischungen oder Tankzusätze einsetzen.

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Desinfektion: nach festgelegtem Hygieneplan oder besonderem Anlass durchführen. Wirkspektrum, Materialverträglichkeit, Einwirkzeit und vorgesehene Nacharbeit berücksichtigen. Die normale Reinigung wird dadurch nicht automatisch ersetzt.

FAHRERPLATZ UND TECHNIK

Freigegebene Flächen reinigen, Einstellungen erhalten.

  1. Umfang übernehmen. Lenkrad, Sitz, Armaturen, Kassensystem, Spiegel und Sichtscheiben nur im vereinbarten Umfang bearbeiten. Zugang, Gerätezustand und zulässige Handgriffe vorher klären.
  2. Kontrolliert arbeiten. Geeignete Lösung sparsam über das Tuch aufbringen; nicht über Schalter, Displays oder Steckverbindungen sprühen. Handcreme, Fett und Staub aufnehmen, ohne glatte Pflegefilme zu hinterlassen.
  3. Einstellungen nicht verändern. Keine Schalter ausprobieren, Spiegel verstellen oder Anschlüsse lösen. Sitzverstellung nur nach Einweisung und Absprache; Funktionskontrollen bleiben bei der zuständigen Person.
  4. Arbeitsmittel entfernen. Keine Tücher, Flaschen oder losen Matten im Fahrerfußraum lassen. Sichtbare Schäden und versehentliche Betätigungen sofort melden.
Technik und Elektronik reinigen →

AUSSTATTUNG BERÜCKSICHTIGEN

Mehrzweckfläche und Reisebus-Zusatzbereiche.

01

Rollstuhlfläche, Klappsitze und Rampe

Haltegriffe, zugängliche Sitzflächen und Boden gemäß Auftrag reinigen. Gurte und Rückhalteeinrichtungen nach eigener Materialvorgabe behandeln; weder demontieren noch fetten. Sichtbare Rampenflächen nur in einem durch die zuständige Person gesicherten Zustand bearbeiten. Keine automatische Bewegung auslösen oder Bauteile verkeilen.

02

Bordtoilette

Eigenes Material und den festgelegten Hygieneablauf nutzen. Waschbecken und übrige Kontaktflächen von der WC-Zone trennen; Handschuhe und Händehygiene beim Bereichswechsel berücksichtigen. Verbrauchsmittel im Auftrag ergänzen, Boden zuletzt reinigen. Tankentleerung, Wasserbefüllung und Störungsbehebung sind gesonderte Leistungen.

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03

Bordküche und Kühlschrank

Mit der zuständigen Person klären, welche Flächen und Geräte frei sind. Lebensmittel nicht eigenmächtig entsorgen oder umräumen. Freigegebene Arbeitsflächen und Griffe reinigen; bei Lebensmittelkontakt erforderliche Nachreinigung beachten. Für Geräteinnenräume gelten eigene Vorgaben zu Zustand, Temperatur und Reinigung.

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04

Gepäckablage und Gepäckraum

Nur freie, beauftragte Bereiche bearbeiten; Gepäck und Fundstücke nach Verfahren behandeln. Für obere Ablagen geeignete Hilfsmittel nutzen, nicht auf Armlehnen steigen. Gepäckraumklappen müssen nach Betreiberregel gesichert sein. Lose Partikel aufnehmen und Flächen materialgerecht reinigen; Technikfächer und Leitungen aussparen.

05

Gelenkbereich, Treppe und Oberdeck

Diese Abschnitte ausdrücklich in die Aufgabenverteilung aufnehmen. Zugängliche Oberflächen und Handläufe reinigen; bewegliche Fugen, Übergänge und Mechanik nach Fahrzeugvorgabe behandeln. Keine Flüssigkeit in Gelenk- oder Stufenanschlüsse drücken.

Außenwäsche: separat beauftragen und das freigegebene Waschverfahren nutzen. Sensoren, Kameras, Dichtungen, Lüftung und elektrische Anschlüsse begrenzen die Methode. Ein Hochdruckgerät gehört nicht ohne ausdrückliche Freigabe in den Fahrgastraum.

STÖRUNGEN UND SONDERFUNDE

Erst einordnen, dann weiterarbeiten.

Klebriger Getränkerest oder Kaugummi
Untergrund und Rückstand bestimmen. Passendes Fleckenverfahren prüfen; keinen unbekannten Klebstoff mit beliebigem Lösemittel bearbeiten. Stark haftende Reste gegebenenfalls als Sonderleistung melden.
Blut, Erbrochenes oder Kanüle
Bereich nach betrieblichem Verfahren sichern und melden. Aufnahme, Schutzausrüstung, Reinigung und gegebenenfalls Desinfektion klären. Nicht blind greifen und unbekannte Kontamination nicht mit dem normalen Trockensauger aufnehmen.
Fundsache, Geruch oder beschädigter Sitz
Fahrzeug und genaue Stelle dokumentieren. Persönliche Gegenstände nach Fundverfahren übergeben. Geruchsquelle klären lassen; Duftmittel ersetzen weder Reinigung noch die Behebung einer Leckage.
Abfahrt vor vollständiger Trocknung
Restfeuchte und betroffene Plätze rechtzeitig melden. Weitere Standzeit, gesonderte Behandlung oder Nutzungseinschränkung mit der verantwortlichen Stelle abstimmen. Keine pauschale Fertigmeldung trotz offener Arbeit.

ABSCHLUSSKONTROLLE

Das Fahrzeug mit klaren Angaben übergeben.

  • Alle beauftragten Sitzgruppen, Decks und Zusatzbereiche abgeglichen
  • Einstiege, Stufen, Boden und Polster auf Restfeuchte kontrolliert
  • Keine sichtbaren Schmutz- oder Reinigungsmittelreste zurückgelassen
  • Fahrerplatz und Fußraum frei von Arbeitsmitteln; keine ungeklärten Änderungen
  • Tür-, Mehrzweck- und Durchgangsflächen frei zugänglich
  • Material aus Bordtoilette und Küche getrennt behandelt
  • Fundsachen, Schäden und nicht erledigte Arbeiten eindeutig gemeldet
  • Geräte, Kabel, Tücher und Abfall vollständig entfernt

Reinigungsabschluss ist keine technische Betriebsfreigabe.

Zum normalen Innenreinigungsauftrag gehören weder Umsetzen des Busses noch Eingriffe in Türen, Rampen, Rückhaltesysteme, Kasse, Funk oder Antriebstechnik. Solche Tätigkeiten brauchen einen gesonderten Auftrag, die erforderliche Qualifikation und ein festgelegtes Betreiberverfahren. Die Reinigung meldet ihren Abschluss und sichtbare Auffälligkeiten.

WEITERLESEN

Fachkapitel für die Praxis.

Fachliche Grundlagen

Zusätzlich gelten die konkrete Gefährdungsbeurteilung, Fahrzeug- und Materialvorgaben, der Hygieneplan und das vereinbarte Leistungsverzeichnis.